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6. Donauwörther Pilgertage 2026: Nachlese


Veröffentlicht von: Stadt Donauwörth
Zwischen Aufbruch und Auszeit: Donauwörth pilgerte

Die 6. Donauwörther Pilgertage boten bewegende Wege, neue Impulse und persönliche Begegnungen – zu Fuß, auf dem Rad und mitten in der Stadt.
Pilgern ist mehr als Kilometer machen. Es bedeutet, sich auf den Weg zu machen, innezuhalten, neue Perspektiven zu gewinnen und dabei vielleicht auch ein Stück näher zu sich selbst zu finden. Bei den 6. Donauwörther Pilgertagen 2026 war genau das zu erleben.
So einiges hatten die diesjährigen Pilgertage im Gepäck: Begleitete Touren zu Fuß und mit dem Fahrrad führten unter anderem auf den Wolfgangweg sowie auf Abschnitten der Via Romea Germanica und des Jerusalemweges. Die Pilgerbegleiter und Donauwörther Gästeführer Anton Wille und Erwin Vollmer hatten hier voll zu tun und meisterten die Pilgerungen mit Bravour. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dankten es ihnen mit guter Stimmung und rundum positiven Rückmeldungen.

Premiere: Pilgern mitten in der Stadt

Dass Pilgern nicht zwangsläufig eine lange Strecke und einen schweren Rucksack voraussetzt, zeigte eine besondere Premiere. Beim sogenannten Nano-Pilgern oder Stadtpilgern ging es um eine kleine Auszeit vom Tempo des Alltags.
Auf einem Rundgang lud die Donauwörther Tourismusleiterin und Pilgerbegleiterin Ulrike Steger die Gruppe dazu ein, bewusst innezuhalten und den vertrauten Stadtraum einmal mit anderen Augen wahrzunehmen. Dabei wurden vier Phasen des Pilgerns – Aufbruch, Unterwegssein, Ziel und Nachspüren – „im Kleinen“ vollzogen. Ansprechende Impulse machten aus dem Spaziergang eine besondere Form des Pilgerns – kurz, alltagstauglich und dennoch mit Raum für Gedanken und persönliche Momente.

„Beten mit den Füßen“ – ein Abend voller Pilgererfahrungen

Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag „Beten mit den Füßen“ von Claudia Schilde aus Koblenz. Für das Vortragsprogramm der Pilgertage werden traditionell in jedem Jahr Menschen eingeladen, die selbst weite Pilgerwege gegangen sind und ihre Erfahrungen mit anderen teilen möchten. Die Referentin Claudia Schilde erwies sich als echter Glücksgriff der Organisatoren von Städt. Tourist-Information und Volkshochschule Donauwörth.
Schon zu Beginn nahm sie ihr Publikum auf ungewöhnliche Weise mit: Mit Gesang und gemeinsamem Summen entstand schnell eine besondere Atmosphäre und eine unmittelbare Verbindung zwischen Referentin und Zuhörern.
Anschließend berichtete Schilde eindrucksvoll in Wort und Bild von ihren eigenen Pilgerreisen – unter anderem nach Santiago de Compostela, Rom, Assisi, Jerusalem und Altötting. Dabei ging es nicht allein um zurückgelegte Strecken oder erreichte Ziele. Ihre persönlichen Erlebnisse machten deutlich, was Pilgern für sie bedeutet: Begegnung, Herausforderung, Spiritualität, ihre christlichen Werte leben, aber auch die Freude am Unterwegssein.
Mit ihren offenen und persönlichen Einblicken gelang es der Referentin, bei vielen Zuhörerinnen und Zuhörern offenbar genau das zu wecken, was zum Pilgern dazugehört: die Lust, selbst einmal den Rucksack zu packen, die Schuhe zu schnüren und sich mit einem Ziel vor Augen auf den Weg zu machen. Beim anschließenden Pilger-Stammtisch folgte dann ein reger Austausch.

Das Kreuz im Mittelpunkt

Den krönenden Abschluss bildete am Sonntag das Fest der Kreuzerhöhung. Es ist traditionell einer der Höhepunkte der Donauwörther Pilgertage, die alljährlich rund um das Kreuzfest um den 14. September stattfinden.
Damit schlossen sich auch in diesem Jahr die verschiedenen Wege, Begegnungen und Impulse zu einem gemeinsamen Gedanken: Pilgern kann auf langen Wegen geschehen – oder auf wenigen Schritten durch die eigene Stadt. Entscheidend ist, sich bewusst auf den Weg zu machen. Und die Stadt Donauwörth ist hierfür ein hervorragender Ausgangspunkt! Die nächsten Donauwörther Pilgertage finden vom 10. bis 12. September 2027 statt.
Weitere Infos zum Pilgern rund um Donauwörth mit GPX-Tracks der Routen gibt's hier.

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