6. März 2026

Symbolischer Baubeginn: Tanzhaus Donauwörth startet in die Bauphase

Mit dem symbolischen Baubeginn ist in Donauwörth der offizielle Startschuss für den Umbau des Tanzhauses in Donauwörth gefallen. Nachdem die Rückbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen wurden, beginnt nun die zentrale Phase der baulichen Neugestaltung. Zu den Gästen zählte auch Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, der die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung und die kulturelle Infrastruktur unterstrich: „Die Stadt entwickelt sich positiv weiter und diesen Prozess unterstützen wir gerne mit einer ersten Rate von 4,8 Millionen Euro Städtebauförderungsmitteln von Bund und Land. Mit dem Tanzhaus wird ein identitätsstiftendes, denkmalgeschütztes Gebäude langfristig erhalten und steht weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vielen Dank für den Einsatz vor Ort.“

Mit der Sanierung und Modernisierung des Tanzhauses verfolgt die Stadt das Ziel, das geschichtsträchtige Gebäude zu einem multifunktionalen Haus für Kultur, Bildung und Bürgerservice weiterzuentwickeln und es baulich und energetisch zukunftsfähig aufzustellen.

Oberbürgermeister Jürgen Sorré betonte in seiner Ansprache die große Bedeutung des Tanzhauses für das kulturelle Leben und die Identität der Stadt. „Beim Tanzhaus geht es um weit mehr als um Beton, Statik und Baukoordination. Es geht um ein Gebäude mit Geschichte – und um einen Ort mit besonderer Bedeutung für unsere Stadtgemeinschaft. Wir bauen hier nicht nur um, sondern gestalten einen Ort der Zukunft für unsere Stadt – einen Ort der Begegnung, der Kultur und des gesellschaftlichen Miteinanders.“

Neben dem Veranstaltungssaal entstehen künftig weitere Nutzungen unter einem Dach: die Stadtbibliothek mit angeschlossenem Café, die Städt. Tourist-Information, das Kulturbüro, die Geschäftsstelle der City-Initiative-Donauwörth sowie ein Backstagebereich und eine Cateringküche für den Veranstaltungssaal und ein Trauzimmer.

Auch das städtebauliche Umfeld wird neu gedacht: Auf dem Merkurplatz ist eine großzügige Terrassenanlage geplant, die Café und Bibliothek mit dem Außenraum verbindet und zusätzliche Aufenthaltsqualität im Herzen der Innenstadt schafft.

Was bisher geschah und wie es nun weitergeht

In den vergangenen Monaten wurden im Tanzhaus die vollständigen Entkernungsarbeiten durchgeführt – einschließlich aller notwendigen Beprobungen sowie der fachgerechten Entsorgung der anfallenden Materialien. Parallel dazu wurden auf dem Merkurplatz die technischen Anschlüsse hergestellt. Damit sind die baulichen Voraussetzungen geschaffen, um nun in die Aufbauphase einzutreten.

Als nächster Schritt erfolgt die Baustelleneinrichtung. In der nahegelegenen Ölgasse werden Mannschafts- und Besprechungscontainer aufgestellt, zudem wird die Baustellenumhausung errichtet.

Im Anschluss beginnen die Rohbauarbeiten. Diese starten mit Freilegungen am Merkurplatz sowie mit statischen Ertüchtigungen und baulichen Anpassungen im Gebäude. Die ersten Arbeiten im Gebäude umfassen statische Verstärkungen und den Bau des neuen nördlichen Treppenhauses. Parallel dazu laufen die Tiefbau- und Drainagearbeiten am Merkurplatz sowie in den Untergeschossen.

Sobald die ersten Bauabschnitte durch den Rohbauer fertiggestellt sind, folgen die Arbeiten am Dachstuhl. Ziel ist es, ab September mit den technischen Ausbaugewerken im Gebäude zu beginnen – darunter Heizungs- und Lüftungsbau sowie die Elektroinstallation.

Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen – rechtzeitig zum Start der Landesgartenschau.

Insgesamt werden rund 55 verschiedene Gewerke am Umbau des Tanzhauses beteiligt sein. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Logistik dieser innerstädtischen Großbaustelle dar. Materialanlieferung, Koordination und Bauabläufe müssen exakt aufeinander abgestimmt werden.

Das Tanzhaus soll künftig als Veranstaltungsort und kultureller Treffpunkt noch stärker zur Belebung der Innenstadt beitragen. Der symbolische Baubeginn markiert damit einen wichtigen Meilenstein in einem der bedeutendsten städtischen Bauprojekte der vergangenen Jahre.

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