Aufgaben des Forstamtes

Nachhaltigkeit, Artenschutz und Holznutzung unter einem Dach - in der flächenmäßig größten Umwelteinrichtung der Stadt Donauwörth

Die städtische Forstverwaltung bewältigt die ganze Bandbreite der vielfältigen forstlichen Aufgaben mit einem Forstamtsleiter, einem Forstwirtschaftsmeister, drei Forstwirten und einer Verwaltungsangestellten (Teilzeit).

Holznutzung

Einschlag und Vermarktung von insgesamt ca. 4.700 Festmeter Nutz- und Energieholz, Brennholz und Hackschnitzel.

Aktuelle Holzpreise und Bestellungen:
Kontakt: Städt. Forstverwaltung, Tel. 0906 789811, E-mail: sabrina.lindemeyr@donauwoerth.de

Waldpflege und Verjüngung

Die Bestandespflege und -durchforstung ist eine zentrale waldbauliche Aufgabe. Sie soll das Wachstum auf die standörtlich wichtigen und qualitativ hochwertigen Bäume lenken. Dazu werden jährlich ca. 66 Hektar Jungbestände gepflegt und durchforstet.

Der Klimawandel zwingt uns zur vorausschauenden Bestandesplanung für die Zukunft, daher werden bei zielgerichteten Umbaumaßnahmen vor allem klimatolerante Baumarten( z. B. Stieleiche) angepflanzt. Auch großflächige Naturverjüngungen werden gefördert und übernommen. Der Anteil der anfälligen Fichtenbestände wird Zug um Zug abgebaut. Die jährliche Verjüngungsfläche beträgt 15,8 Hektar.

Natur- und Artenschutz

781 Hektar des Stadtwaldes gehören zum FFH-Gebiet „Donauwörther Forst mit Standortübungsplatz und Harburger Karab“. Das FFH-Gebiet wird insbesondere durch  imposante Alteichen, die Relikte der historischen Mittelwaldbewirtschaftung darstellen, geprägt. So sind hier aus der xylobionten Artengilde nicht nur 17 Arten der Roten Liste und eine Urwaldreliktart (Corticeus fasciatus) heimisch, sondern auch 15 verschiedene Fledermausarten.  Leitarten sind die Gelbbauchunke und die Bechsteinfledermaus. Die wertvollsten Biotope werden durch ein Trittsteinkonzept und dem Vertragsnaturschutzprogramm gesichert.

Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Der Stadtwald steht den Bildungseinrichtungen der Region als "Grünes Klassenzimmer" zur Verfügung. Im Forstbetriebsgebäude gibt es einen Schulungs- und Seminarraum. Schulführungen werden jährlich in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt. Seit 2005 beherbergt der Stadtwald auch einen Waldkindergarten der vom Verein "Donauwörther Waldbären e.V." betrieben wird. Die überregionale Bedeutung des Stadtwaldes für den Natur- und Artenschutz wird in verschiedenen Fachartikeln gewürdigt (Junge Wilde und Alte Klasse).

Naherholung

545,4 Hektar, bzw.  66,1% der Waldfläche sind laut Waldfunktionsplan Erholungswald der Stufe I und II. Der Premiumwanderweg „Edelweißweg“ führt mit insgesamt 16 km durch die schönsten Waldbestände des Stadtwaldes und wird bei entsprechender Schneelage vom Alpenverein, Sektion Donauwörth, als Loipe gespurt. Ein Teil des Edelweißweges ist in der Waldabteilung Grünberg als Skulpturen- und Waldlehrpfad konzipiert. Weitere ca. 45 km Forstwege werden aufwändig für die Wanderer, Radfahrer und Jogger gepflegt. Die Forstverwaltung unterhält zudem in der Nähe der Parkstadt ein Wildgatter für Damwild, das sich großer Beliebtheit erfreut.

Waldschutz und Verkehrssicherung

Der Stadtwald wurde in der Vergangenheit von vielen Schadereignissen heimgesucht. In den letzten Jahren waren dies vor allem Sommerstürme, Borkenkäferbefälle und Trockenphasen. Die neuartigen Waldschädlinge Eichenprozessionsspinner und das Eschentriebsterben beeinflussen die Gesundheit der Wälder zusätzlich. In der Folge haben die notwendigen Arbeiten für die Verkehrssicherung in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen.

Jagd

Die Eigenjagd des Stadtwaldes ist komplett verpachtet. Die Forstverwaltung übt hier lediglich die Jagdaufsicht aus. In den angrenzenden Gemeinschaftsjagden ist die Stadt Jagdgenosse.

Ihre Ansprechpartner:


Forst
Michael Fürst

Zi. Nr. 005

Forst/Anlagenbuchhaltung
Martina Hoser

Zi. Nr. 005