Sebastianifeier 2022: Festumzug, Ehrungen und Besuch des Ministerpräsidenten

In Donauwörth wurde der 535. Jahrestag der ersten Sebastiani-Schützenfeier gefeiert! Mit einem Festgottesdienst, einem Festumzug und der Ehrung verdienter Vereinsmitglieder. Dieses Jahr konnten sich die Vereine aus dem gesamten Schützengau Donau-Ries und die Stadt Donauwörth über prominenten Besuch aus München freuen: Ministerpräsident Dr. Markus Söder nahm am Umzug und dem anschließenden Festakt im Stauferstadion teil und trug sich dort auch in das goldene Buch der Stadt Donauwörth ein. „Ohne Schützen ist Bayern unvorstellbar“ – so der Ministerpräsident in seiner Rede, in der er das Bekenntnis zu Brauchtum und Sport lobte.

Oberbürgermeister Jürgen Sorré hob in seiner Ansprache die wichtige Rolle der Schützenvereine als sozialer Mittelpunkt der Ortschaften sowie bei der Jugendarbeit hervor: „Dies ist ein klares Bekenntnis der Ehrenamtlichen zu ihrer Heimat sowie zu einer langen Tradition, auf das wir stolz sein können!“, so der OB. Zudem dankte er für den während der Coronapandemie erheblich erschwerten Einsatz für das Sport- und Vereinsleben.

 

Sebastianifeier 2022: Mit dem Groß-Goldenen Sebatianiorden geehrte Schützenvereinsmitglieder Foto: Stadt Donauwörth / A. Feist

Einleitend hatte die 1. Gauschützenmeisterin, Rita Schnell, alle Gäste begrüßt. Weitere Grußworte sprachen unter anderem MdB Ulrich Lange, MdB Christoph Schmid, Landrat Stefan Rössle, MdL Wolfgang Fackler, sowie Landesschützenmeister Christian Kühn und der Präsident des Schützenbezirks Schwaben, Ernst Grail. Anschließend erfolgten Ehrungen verdienter Schützen: 16 Auszeichnungen gab es mit dem Groß-Goldenen Sebastianiorden und 31 mit dem Goldenen Sebastianiorden. Die Sebastianifeier 2022 endete mit der Bayernhymne und einen Fahnenausmarsch.
Das Schützenwesen ist in der Geschichte der Stadt Donauwörth seit Jahrhunderten fest verankert: Im Mittelalter war die Bürgerschaft zur Mitwirkung an der Stadtverteidigung gesetzlich verpflichtet. Die Schießfertigkeiten wurden unter anderem am „Kugelplatz“ trainiert, der noch heute so heißt. Im Jahr 1487 hatten sich die städtischen Schützen zu einer Innung zusammengeschlossen und die Bruderschaft des heiligen Sebastian begründet – dem Schutzheiligen des Schützenwesens. Seitdem gehört die Sebastianifeier zu den jährlichen Höhepunkten im Festleben der Stadt Donauwörth – heuer zum 535. Mal.