Neugestaltung des Donauwörther Freibads: Aktuelle Bausituation macht Öffnung diesen Sommer nicht möglich

(13.04.2021) Die Bauarbeiten im Freibad auf dem Schellenberg laufen unter Hochdruck, dennoch zeichnet sich ab, dass eine Öffnung in dieser Sommersaison nicht möglich sein wird. Die Arbeiten, die zwar als 2. Phase der Sanierung gelten, kommen vom Umfang her aber eher einem kompletten Neubau der in Angriff genommenen Bereiche gleich: „De facto bauen wir hier mit dem Springerbecken, den Rutschen, dem Nichtschwimmer- und dem Kinderplanschbereich Zweidrittel unseres Freibades neu“, so Oberbürgermeister Sorré. „Das Ergebnis wird ein wahres Schmuckstück mit sehr hohem Freizeitwert sein. Die Bauarbeiten dafür sind jedoch nicht nur vom Umfang her erheblich, sondern sie standen auch was den Zeitplan betrifft von Anfang an unter enormen Druck“.

 

Foto: Stadt Donauwörth / A. Feist

So konnte der Abbruch erst mit großer Zeitverzögerung, vor knapp einem Jahr, starten: Die Stadt hatte sich aufgrund ihrer Kostenverantwortung noch im Sommer 2019 für eine kurzfristig neu aufgetretene Fördermöglichkeit beworben und auch den Zuschlag dafür erhalten. Bis die Förderbestätigung aber vorlag, durften die Abbrucharbeiten nicht beauftragt, geschweige denn begonnen werden. Im Ergebnis hat sich das Warten aufgrund einer Zusage von rund 900.000 Euro Fördermitteln für das Nichtschwimmerbecken finanziell gelohnt. Allerdings brachte dies eine Verzögerung von rund einem halben Jahr mit sich, so dass erst Ende April 2020 die Abbrucharbeiten endlich starten konnten. „Unter normalen Umständen wäre die Bauzeit von knapp 14 Monaten ausreichend gewesen, allerdings war ein Großteil der eingeplanten Zeitpuffer gleich zu Beginn aufgebraucht“, erläutert OB Sorré, „Vorgabe seitens der Stadt Donauwörth war es, dass bis zum 30. Juni die Arbeiten soweit fertiggestellt sein sollen, so dass wir im Sommer öffnen können. Obwohl der Druck stets hochgehalten wurde, zeigt sich aber jetzt, dass dies nicht zu schaffen ist.“ Er weist darauf hin, dass von der bislang gut einjährigen Bauzeit, mehr als die Hälfte unter den erschwerten Bedingungen des Lock-Downs absolviert werden musste. Dies sei für einen reibungslosen Bauablauf hinderlich gewesen.
Zur unerwarteten Herausforderung wurden dabei auch die teilweisen Einreisebeschränkungen des Planungsbüros und einzelner ausführenden Firmen. Verzögerungen, z.B. verursacht durch ergebnislose und damit zu wiederholende Ausschreibungen, sowie Lieferschwierigkeiten (zum Teil Corona bedingt) und dann letztlich die winterliche Frostperiode, welche länger als ursprünglich angenommen anhielt, haben den Zeitplan nun gänzlich zum Kippen gebracht. OB Sorré: „Fest steht: Wir halten den Einsatz auf der Baustelle weiter hoch. Da aber wider Erwarten das Freibad im Sommer nicht öffnen kann, werden wir auf jeden Fall die 3. Bauphase, also die Sanierung des Eingangsbereiches, unmittelbar anschließen bzw. bereits parallel beginnen und gehen dann mit einem traumhaft neuen Donauwörther Freibad pünktlich in eine hoffentlich auch weniger von Corona beherrschte die Sommersaison 2022“.
Dem Oberbürgermeister und den Projekt-Verantwortlichen ist bewusst, dass es Enttäuschungen seitens der Bürgerinnen und Bürger geben wird, die sich auf die Wiedereröffnung in diesem Sommer gefreut hatten. Allerdings zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt auch ab, dass ein Badebetrieb heuer vermutlich nur sehr eingeschränkt und mit strengen Auflagen verbunden gewesen wäre. OB Sorré: „Schon vergangenes Jahr mussten etliche Freibäder aufgrund von Corona ganz geschlossen bleiben. Wie die Badesaison dieses Jahr überhaupt verlaufen kann, ist noch nicht klar. Doch auch im Donauwörther Freibad wäre ein uneingeschränkter, unbeschwerter Badebetrieb wie wir ihn alle kennen mit tausenden Besuchern aller Voraussicht nach nicht möglich gewesen. Umso mehr nutzen wir die Zeit, machen das Beste aus den Umständen und arbeiten weiter mit vollem Einsatz an der Neugestaltung unseres Freibads auf dem Schellenberg.“
Im Sommer steht als Alternative der Baggersee im Riedlinger Naherholungsgebiet bereit. Er wurde vergangenes Jahr ertüchtigt und aufgewertet, unter anderem mit einem neuen Nichtschwimmerbereich, erneuerten Sanitär- und Umkleidebereichen und großzügig erweiterten Parkmöglichkeiten.
Bilder von der Baustelle sind online im „Baustellentagebuch“ der Stadt Donauwörth zu finden: Auf www.donauwoerth.de unter Rathaus/Städtische Betriebe/Bäder. Zusätzlich werden im Bereich der Freibadkasse aktuelle Fotos präsentiert: Vom Abriss über Erdarbeiten bis hin zur Gestaltung der neuen Beckenlandschaft kann man sich dort in den Schaukästen und auf einem Bildschirm über den Bauverlauf informieren.