Tanzhaus: Machbarkeitsstudie im Stadtrat vorgestellt

Die vom Stadtrat im August beauftragte Machbarkeitsstudie zur Neuausrichtung des Tanzhauses ist gestern (7.11.19) im Stadtrat öffentlich vorgestellt worden. Insgesamt vier zu untersuchende Nutzungsvarianten hatte der Stadtrat dafür zuvor festgelegt, deren Umsetzung jeweils sowohl im Rahmen einer Bestandssanierung also auch im Rahmen eines Abrisses und Neubaus zu untersuchen waren. Dies jeweils unter Einbeziehung der Tiefgarage.

Aufgabenstellung für das beauftragte Büro Bettina Kandler Architekten war es zudem, die Varianten mit Kosten zu hinterlegen. Denn auch in dieser Hinsicht soll die Machbarkeitsstudie wesentliche Grundlage für die Entscheidung über Sanierung oder Neubau sein.

In der gestrigen Stadtratssitzung erfolgte durch Frau Dr. Kandler die Erstpräsentation für Stadtrat und Öffentlichkeit. Eine Beschlussfassung war in diesem Rahmen noch nicht vorgesehen. Als Termin für Beschlüsse zum konkreten weiteren Vorgehen nannte Oberbürgermeister Armin Neudert die nächste Stadtratssitzung am 9.12.19. Hier solle über die grundsätzliche Frage Abriss oder Sanierung entschieden werden.

 

Bild: A. Feist

Die Übersicht über diese Varianten, die der Stadtrat am 7.5.2019 beschlossen hat, können Sie hier auf der Homepage im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / „Dokumente & Downloads“ sehen.

Im Ergebnis zeigt die Studie, dass sich alle vom Stadtrat beauftragten Nutzungsvarianten grundsätzlich umsetzen ließen. Zur Unterstützung der weiteren Entscheidung über die noch zu treffende Auswahl der dann konkret weiter zu verfolgenden Nutzungen zeigt die Studie auch Auswirkungen auf die jeweiligen gewünschten Positiv-Effekte, wie beispielsweise eine Aktivierung der Reichsstraße, Service oder auch Eignung für Familienfeiern. Die Nutzungsvarianten Varianten 2A+B mit dem Stadtsaal im Obergeschoss zeigen dabei tendenziell mehr Positiveffekte.
Ein Stadtsaal ließe sich ob in Bestand oder Neubau laut Vorschlag der Machbarkeitsstudie beispielsweise als Ballsaal mit Sitzplätzen im 1. und 2. Obergeschoss realisieren (insgesamt ca. 438 Sitzplätze). Möglich wären aber auch Sitzreihen mit guter Sicht auf die Bühne mittels einer vollautomatischen, teleskopierbaren Hubtribüne (ca. 427 Tribünen-Sitzplätze); hierfür wäre im Bestand die dazwischenliegende Decke teils herauszubrechen.
Alle Darstellungen der Machbarkeitsstudie sind im Hinblick auf Statik, Brandschutz und Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeprüft. Beschriebene mögliche Maßnahmen sind in der Kostengegenüberstellung in Abschnitt 4 „Kosten und Fördermittel der Nutzungsvarianten“ eingearbeitet.
Zu Beginn der Stadtratssitzung wurde ein Handout verteilt, mit einem Überblick über die beauftragten Nutzungsvarianten und diesen jeweils zugeordneten Symbolen, zur besseren Orientierung in der Studie. Dieses Handout und die Internetfassung der gestern vorgestellten Studie einschließlich der Kostenüberstellung können Sie ebenfalls im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / „Dokumente & Downloads“ sehen.