Stand 11.2.20: Trinkwasser in weiten Teilen des Stadtgebietes muss abgekocht werden: Aktueller Stand und Informationen der Stadtwerke

Die Abkochanordnung, die durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes gestern ausgesprochen wurde, gilt bis auf weiteres in den Stadtteilen, die von den Donauwörther Stadtwerken versorgt werden.

 

 

Für Bürgerinnen und Bürger haben die Stadtwerke Donauwörth eine Hotline eingerichtet, unter 0906/789-272. Die Hotline ist tagsüber bis 17 Uhr besetzt.

Bitte beachten Sie, dass Auskünfte auf medizinische und gesundheitliche Fragen das Gesundheitsamt gibt. Einen Ansprechpartner dazu wird das Landratsamt noch mitteilen.

Die Stadt Donauwörth und die Stadtwerke sind sich bewusst, dass die Maßnahme große Verunsicherung auslöst und viele Fragen aufwirft. Wir bitten um Verständnis dafür, dass aufgrund der sich auch intern aufwerfenden Fragen im Lauf des heutigen Tages der Sachstand und das weitere Vorgehen aufgeklärt und besprochen wurden und auch weiterhin werden. Es sind hier viele Mitarbeiter eingebunden. Stadt und Stadtwerke werden die Presse und Öffentlichkeit mit Pressmitteilungen sowie auf der Homepage der Stadt bestmöglich auf dem Laufenden über die Entwicklung halten.

Bis auf weiteres bitten die Stadtwerke um Beachtung der Abkochanordnung. Das Gesundheitsamt hat hierzu ein Informationsblatt veröffentlicht, das Sie auf der Homepage der Stadt und des Landratsamtes finden.

Aktueller Stand und Informationen der Stadtwerke:
Welche Haushalte sind betroffen?
Betroffen sind die Haushalte, die durch die Stadtwerke Donauwörth mit Trinkwasser versorgt werden. Dies betrifft in Donauwörth alle Stadtteile außer:
-        Wörnitzstein einschließlich Felsheim, Huttenbach, Maggenhof
-        Schäfstall
-        Osterweiler
-        Weinberg
-        Binsberg
-        Walbach
-        Schöttlehöfe

Haushalte in den aufgelisteten Gebieten sind also nicht betroffen.
Auch von den Stadtwerken versorgt wird Tapfheimer Ortsteil Rettingen. die Abkochanordnung gilt also auch dort.

Insgesamt sind ca. 5.700 Haushalte betroffen.
 
Welche Verunreinigungen wurden nachgewiesen?

An drei Probestellen im Versorgungsgebiet, in Nordheim, am Hochbehälter Parkstadt und der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth, wurden folgende Verunreinigungen durch das routinemäßig beauftragte externe Prüflabor festgestellt:

Trübungswerte an Donau-Ries-Klinik in Donauwörth leicht erhöht, an den anderen beiden Probestellen unter dem Grenzwert.

Nachweis coliformer Bakterien: An der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth signifikant über dem Grenzwert, in Nordheim geringfügig.

 

Was ist die Ursache der festgestellten Verunreinigungen?

Diese steht derzeit noch nicht fest. Die Stellen für die weiteren Proben, die bereits gestern und auch weiterhin entnommen werden, liefern Aussagen dazu, welche einzelnen Versorgungsgebiete betroffenen sind und welche nicht. So kann nach dem Ausschlussverfahren die Ursache gefunden werden. Ein Zusammenhang beispielsweise mit den Hochwasserlagen der vergangenen Tage ist derzeit nicht erweisen.
 
Wie wird nun weiter verfahren?

Die Stadtwerke sind im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt. Festgelegt wurden bis auf weiteres tägliche Entnahmen von Wasserproben. Die jeweiligen Stellen der Beprobung, für zielgerichtetes Ausschussverfahren, stimmen gegenwärtig die Wasserwerke und das Gesundheitsamt miteinander ab. Bereits gestern wurden von den Wasserwerken im gesamten Stadtgebiet Nachproben genommen, an insgesamt neun Stellen.

Dabei intensiv beprobt und analysiert wird der Bereich der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth, um hier alle Zuleitungen im Blick zu haben.

Die Ergebnisse werden vom externen Prüflabor den Stadtwerken und dem Gesundheitsamt gemeldet, sobald sie vorliegen. Vollständige Ergebnisse zu den gestern genommenen Proben werden nach Stand jetzt am Donnerstag erwartet. Die Entscheidung, wann einzelne Stadtgebiete das Trinkwasser wieder uneingeschränkt verwenden können, wird das Gesundheitsamt in Abhängigkeit von diesen Ergebnissen und nach – so der gegenwärtig mit dem Gesundheitsamt besprochene Stand - weiteren Proben treffen.

Öffentlichkeit und Presse werden die Stadtwerke jeweils baldmöglichst über neue Entwicklungen, vor allem über Entwarnung in einzelnen Stadtgebieten, informieren.