Präventionsprogramm „Gutes Sehen“ macht Station im Donauwörther Bürgerspital – Infoabend am 14. Oktober

Bis ins hohe Alter Zeitung lesen, sich sicher fortbewegen, aktiv sein – wie können Bewohner einer Pflegeeinrichtung möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Eine Grundvoraussetzung dafür ist, gut sehen zu können. Das Donauwörther Bürgerspital nimmt deshalb am bayernweiten Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“ teil: Um auf die besonderen Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Bewohner aufmerksam zu machen und Hindernisse in deren Alltag abzubauen, ist ein Team vom Blindeninstitut Regensburg am 14. und 15. Oktober dort vor Ort.

Doch das Angebot richtet sich nicht nur an die Bewohner und die Beschäftigten: Am Montag, dem 14. Oktober, sind auch Angehörige und weitere Interessierte zu einer Informationsveranstaltung ab 17 Uhr im Taufersaal des Bürgerspitals eingeladen. Wie wirken sich altersbedingte Augenerkrankungen im Alltag aus? Welche Hilfsmittel und Rehabilitationsangebote gibt es, wenn die Lesebrille nicht mehr ausreicht? Diese und weitere Fragen rund um das Sehen beantwortet das Präventionsteam vom Blindeninstitut Regensburg. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Ziel des Präventionsprogramms „Gutes Sehen“ ist es, in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen die richtigen Impulse zu setzen, damit sich diese zu „sehgerechten“ Einrichtungen weiterentwickeln. Auch die Vernetzung mit Augenärzten, Augenoptikern, Fachdiensten im Bereich Sehen und Selbsthilfegruppen für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen soll verbessert werden, um eine nachhaltige Versorgung der Bewohner zu gewährleisten. Mittels Selbsterfahrung, Fortbildung und Beratung sollen Leitungskräfte und Beschäftigte mit den nötigen Kenntnissen ausgestattet werden, um für die Herausforderungen einer zunehmenden Anzahl blinder und sehbeeinträchtigter Pflegebedürftiger gewappnet zu sein. Bei sehauffälligen Bewohnern führt das Präventionsteam eine orthoptische Sehüberprüfung durch und berät sie im Hinblick auf Hilfsmittel, Beleuchtung und Rehabilitationsmaßnahmen.
Die Teilnahme am Präventionsprogramm ist für Pflegeeinrichtungen kostenfrei und wird finanziert von den beteiligten Pflegekassen der AOK Bayern, des BKK Landesverbandes Bayern, der IKK classic, der KKH Kaufmännischen Krankenkasse, der Knappschaft und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau – SVLFG als Landwirtschaftliche Pflegekasse.
Infos zum Bürgerspital und zur Infoveranstaltung auch hier.