Die Ausstellung unterteilt sich in die Bereiche Kindheit und Jugend, die frühen Jahre, der reife Werner Egk und der späte Werner Egk. Ferner werden im Gang die Werner-Egk-Kulturpreisträger seit 1973 gewürdigt.

 

Werner Egk kam am 17.5.1901 als Werner Joseph Mayer in Auchsesheim bei Donauwörth zur Welt. Mit dem Umzug der Familie 1909 nach Oberhausen (Augsburg) und dem Eintritt Werner Mayers in das humanistische Gymnasium St. Stephan in Augsburg entdeckte der vielseitig begabte Schüler seine besondere Vorliebe für die Musik und die bildende Kunst. Fotografien und Familienfotos dokumentieren die frühen Jahre in Auchsesheim und Augsburg Oberhausen.

 

1921 erhielt Werner Egk Unterricht bei Carl Orff in Theorie, Komposition und Dirigieren. Er war als Musikkritiker für die Tageszeitung tätig und fertigte in den 1920er Jahren in Augsburg und Italien expressive Zeichnungen an. 1923 heiratete er die Geigerin Elisabeth Karl und benutzte seither den Künstlernamen Egk. In Raum 1 sind neben Bühnenbildmodellen frühe Zeichnungen Egks und die Geige von Elisabeth Karl ausgestellt.

 

Egks erste künstlerische Erfolge fielen in die Zeit des Nationalsozialismus. Die Funkoper "Columbus" 1933 fand Beachtung und mit der Uraufführung der Oper "Die Zaubergeige" am 22. Mai 1935 in Frankfurt am Main erfolgte der künstlerische Durchbruch. Bei den olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin erhielt Egk eine olympische Goldmedaille in der Kategorie Orchestermusik für sein Werk Olympische Festmusik. Trotz dieser Karriere unter nationalsozialistischer Herrschaft konnte Werner Egk seine Tätigkeit im Nachkriegsdeutschland fortsetzen und ausbauen. Von besonderer Brisanz war für Werner Egk das 1948 uraufgeführte Ballett "Abraxas", das vom Bayerischen Kultusministerium vom Spielplan des Münchner Prinzregententheaters abgesetzt wurde. 1949 erhielt er dennoch den Münchner Kunstpreis, 1950 den Berliner Kunstpreis und noch im selben Jahr wurde er ordentlicher Professor für Komposition und Direktor der Hochschule für Musik in Berlin (West). Es folgten zahlreiche Bühnen- und Instrumentalwerke, darunter weitere Ballette und Opern.

Raum 2 dokumentiert den "Abraxas-Skandal" mit Fotografien von der Uraufführung, Protokollen und Presseartikeln. Eine Besonderheit sind drei Kreide-Lithographien von Oskar Kokoschka für das Libretto zur Irischen Legende aus dem Jahr 1955.  Eine Hörstation mit ausgewählten Musikbeispielen ergänzt die Präsentation.

 

1971 verlieg die Stadt Donauwörth verlieh Werner Egk die Ehrenbürgerwürde und stiftete den Werner-Egk-Kulturpreis.

Am 10.7.1983 starb Werner Egk in Inning am Ammersee. Seine Ruhestätte liegt auf dem Friedhof in Donauwörth.

In Raum 3 ist der Blüthner-Flügel von Werner Egk und Mobiliar aus seinem Wohnzimmer in Inning am Ammersee inszeniert.