Vom Kruse-Haus nach Titiwu - Max Kruse zum 100. Geburtstag

 

Sonderausstellung im Käthe-Kruse-Puppen-Museum

08.05.2021 - 26.09.2021

 

Die Sonderausstellung ist ab Donnerstag, 27. Mai geöffnet!

 

Urmel, Wutz, Professor Tibatong, Onkel Guckaus, Pips, Ka, Schusch und viele andere Geschöpfe mit ebenso fantasievollen Namen wie liebenswerten Eigenheiten leben in den Geschichten des Schriftstellers und Kinderbuchautors Max Kruse (1921-2015).

Zum 100. Geburtstag widmet das Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth dem Schöpfer unvergessener Kinderbuchfiguren eine Ausstellung, in der sich Urmel, Löwe und Don Blech ein Stelldichein mit Käthe-Kruse-Puppen aus Bad Kösen, Bad Pyrmont und Donauwörth geben. Denn Max Kruse war der jüngste Sohn der Puppenmacherin Käthe Kruse (1883-1968).

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Max Kruse in Bad Pyrmont ein Zweigwerk der Käthe Kruse Werkstätten auf, das bis 1949 bestand. Von 1949 bis 1958 lebte Max Kruse in Donauwörth. Hier leitete er nach Zusammenlegung der Standorte Bad Pyrmont und Donauwörth, zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Michael, die Käthe Kruse Werkstätten. Seltene „Glückskind“-Puppen aus der Produktion in Bad Pyrmont, frühe Puppen aus den Werkstätten in Donauwörth, Dokumente und Fotografien veranschaulichen diese zeitgeschichtlich spannende Periode.

Die Sonderausstellung beleuchtet die vielfältigen Lebensstationen Max Kruses von seiner Kindheit inmitten der rührigen Käthe-Kruse-Werkstätten in Bad Kösen bis zu seiner Etablierung als Kinderbuchautor und Schriftsteller. Max Kruses erstes Kinderbuch „Der Löwe ist los“ erschien 1952. Im Jahr 1965 begann die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Augsburger Puppenkiste und dem Hessischen Rundfunk, wodurch die Geschichten ein großes Publikum erreichten. 1969 erfand Max Kruse sein wohl bekanntestes Geschöpf, das „Urmel“, das auf der Insel Titiwu aus einem gefrorenen Ei schlüpfte. Die Geschichten wurden in 14 Sprachen übersetzt und zählen heute zu den Klassikern der Kinderliteratur. Über die international erfolgreichen Kinderbücher „Der Löwe ist los“ und „Urmel aus dem Eis“ hinaus werden auch weniger bekannte Seiten des Autors als Verfasser von historischen Romanen, Reiseberichten und Gedichten thematisiert.

Ein Höhepunkt der Ausstellung sind Original-Illustrationen der ersten Urmel-Bände. Die feinen und expressiven Tuschezeichnungen des Illustrators Erich Hölle (1925-1993) sind als Leihgabe zu sehen, ebenso wie neue Urmel-Illustrationen von Günther Jakobs. Eigentlich wollte die Freilichtbühne in diesem Jahr Urmel aus dem Eis aufführen, wegen Corona wurde die Aufführung auf 2022 verschoben. In der Ausstellung stellen sich die jungen Spieler*innen vor und die Donauwörther Künstlerin Anna Neiber zeigt ihre Bühnen- und Plakatentwürfe.

Kinder können die Ausstellung mit dem Esel Rosinchen, der in Max Kruses Kindheit im Garten des Kruse-Hauses lebte, entdecken und in "Habakuk Tibatongs Tiersprech-Schule" ein Foto mit dem Urmel machen.

Die Stadtbibliothek Donauwörth bietet eine digitale Vorlesestunde mit Bilderbuchgeschichten vom Urmel für Kinder ab 4 Jahren an. (abrufbar bis 26.9.2021)

Hier geht es zur Online-Urmel-Lesung

Hier geht es zur Online-Dokumentation

Di. - So. 11:00 - 18:00 Uhr

an Feiertagen geöffnet

Terminreservierung unter Tel. 0906 789-170 oder museen@donauwoerth.de, am Wochenende unter Tel.: 0906 28587

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