Termine und Zeiten

08.05.-26.09.2021 Di-So

Veranstaltungsort

Käthe-Kruse-Puppen-Museum
Pflegstraße 21 a
86609 Donauwörth

Veranstalter

Stadt Donauwörth - Museen
Rathausgasse 1
86609 Donauwörth
0906 789-170
0906 789-178
www.donauwoerth.de
museen@donauwoerth.de

Vom Kruse-Haus nach Titiwu - Max Kruse zum 100sten Geburtstag

Sonderausstellung im Käthe-Kruse-Puppen-Museum

Urmel, Wutz, Professor Tibatong, Onkel Guckaus, Pips, Ka, Schusch und viele andere Geschöpfe mit ebenso fantasievollen Namen wie liebenswerten Eigenheiten leben in den Geschichten des Schriftstellers und Kinderbuchautors Max Kruse (1921-2015).

Manche seiner Geschöpfe sind fast bekannter, als der Autor selbst. Und es ist vielleicht auch nicht jedem Fan der Kruse-Bücher bewusst, dass es sich bei dem berühmten Schriftsteller um den jüngsten Sohn der Erfinderin der nicht minder berühmten und weltweit beliebten Käthe-Kruse-Puppen handelt. Die Sonderausstellung im Donauwörther Käthe-Kruse-Puppen-Museum beleuchtet anlässlich seines 100. Geburtstages die  vielfältigen Lebensstationen Max Kruses von seiner Kindheit inmitten der rührigen Käthe-Kruse-Werkstätten in Bad Kösen bis zu seiner Etablierung als Kinderbuchautor und Schriftsteller.

Ein detaillierter Blick wird auf die Zeit von 1945 bis 1958 geworfen, als Max Kruse zunächst in Bad Pyrmont und später in Donauwörth die Käthe-Kruse-Werkstätten leitete. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Käthe Kruse mit ihrem Betrieb in Bad Kösen unter sowjetische Besatzung geraten, ihre Söhne Max und Michael errichteten in Westdeutschland neue Produktionsstätten für die begehrten Käthe-Kruse-Puppen. Seltene „Glückskinder“ aus der Produktion in Bad Pyrmont, frühe Puppen aus den Werkstätten in Donauwörth, Dokumente und Fotografien veranschaulichen diese zeitgeschichtlich spannende Periode.

Max Kruses erstes Kinderbuch „Der Löwe ist los“ erschien 1952. Im Jahr 1965 begann die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Augsburger Puppenkiste und dem Hessischen Rundfunk, wodurch die Geschichten ein großes Publikum erreichten. 1969 erfand Max Kruse sein wohl bekanntestes Geschöpf, das „Urmel“, das auf der Insel Titiwu aus einem gefrorenen Ei schlüpfte. Die Geschichten wurden in 14 Sprachen übersetzt und zuletzt 2019 zum 50. Urmel-Geburtstag im Thienemann-Verlag als Bilderbuch neu aufgelegt. Die Ausstellung zeigt dazu die Original-Illustrationen von Günther Jakobs. Dem „Urmel“ nähert sich die Ausstellung auf besondere Weise. In Zusammenarbeit mit der Freilichtbühne Donauwörth, die 2021 als Kinderstück „Urmel aus dem Eis“ aufführt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen, wie eine Theateraufführung entsteht.

Über die international erfolgreichen Kinderbücher „Der Löwe ist los“ und „Urmel aus dem Eis“ hinaus werden auch weniger bekannte Seiten des Autors als Verfasser von historischen Romanen, Reiseberichten und Gedichten thematisiert. Kinder können die Ausstellung mit dem Esel „Rosinchen“ entdecken, der in Max Kruses Kindheit im Garten des Kruse-Hauses lebte.

 

geöffnet: Di - So 11 - 18 Uhr und an Feiertagen

 

Bild: Max Kruse (li.) und sein Bruder Friedebald mit Esel Rosinchen, Bad Kösen, 1924, Archiv Torsten Rehbinder

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