Essbare Stadt –Hochbeete in Donauwörths Innenstadt

Zu Obstbäume entlang der Donauwörther Stadtmauer und auf den Grünflächen im Spindeltal kommt in diesem Frühjahr eine weitere Idee für essbares Grünes im öffentlichen Raum. Hochbeete bepflanzt mit Obst, Gemüse und Kräutern zum Ernten für Jedermann.

Foto: Kolping Akademie/R. Kanefzky

Unter dem Begriff „Essbare Stadt“ sind solche öffentlichen Hochbeete inzwischen in immer mehr Städten bekannt. Ihren Ursprung nahm die Aktion in der englischen Stadt Todmorden im Jahr 2007. Gedacht war das Projekt von seinen britischen Gründen auch als ein Baustein, um globale Herausforderungen wie den Klimawandel lokal anzugehen.
In Donauwörth kam auf die CID Kevin Junglewitz vom Modegeschäft H&M in der
Reichsstraße zu. Das CID Team nahm die Idee, auch in Donauwörth solche Hochbeete
anzulegen gerne auf und so kam „der Stein ins Rollen“. Sehr wichtig ist Oberbürger- meister Sorré die Innenstadt mit dieser wunderbaren Idee als Lebensmittelpunkt erlebbar zu machen.
Das Motto „Baue selbst Gemüse an, begrüne deine Stadt, gib Nahrung wieder den
Stellenwert, den sie verdient und erfahre dadurch eine tiefere Verbundenheit zu deiner
Umwelt“, fand auch CID Vorstand Markus Sommer äußerst interessant.  
Zügig wurde gemeinsam die Umsetzung entwickelt: Da alle an einem Strang zogen und
zusammenhalfen, konnte gemeinsam die Umsetzung entwickelt werden. Die Bepflanzung und Pflege der Hochbeete übernimmt die Stadtgärtnerei.  Für die Fertigung wurde die Schreinerei der Kolping Akademie mit ins Boot geholt. Bei der Planung der Bepflanzung wurde Wert darauf gelegt, eine Vielfalt alter, samenfester Gemüsesorten präsentieren zu können, die aus dem Bestand der Alten Gärtnerei e.V. sind. Dieser Verein mit Sitz in Tapfheim wurde 2016 gegründet mit dem Ziel die Gemüsevielfalt in der Region zu erhöhen. Verschiedenste Gemüsesorten wie z.B. die Wildtomate Gelbe Johannisbeere, der Kopfsalat Hirschzunge oder auch die Brotzeitgurke Persika, auch Küchenkräuter wie z.B. die Mexikanische Duftnessel oder die Marokkanische Minze sollen künftig in den Innenstadt-Hochbeeten wachsen.
Die Fertigung der sechs Hochbeete ist abgeschlossen. Nun werden diese Mitte Mai aufgebaut und bepflanzt. Dann müssen die Pflanzen nur noch wachsen, damit es bald heißen kann „Vielfalt erleben und Pflücken erlaubt“. Die Initiatoren hoffen, dass alle „Pflücker“ mit den Pflänzchen sorgsam umgehen, damit auch der nächste Besucher eine tolle Auswahl an köstlichem Gemüse, Kräutern und Salaten hat.