Bayerns Innenstädte müssen neu gedacht werden - Christiane Kickum wieder zur stellvertretenden Vorsitzenden des AKCS Bayern gewählt

25.08.2021) Bei der Sitzung des Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern (AKCS) warnten die Stadtmarketingexperten vor einem dramatischen Ladensterben. „Corona hat die ohnehin prekäre Lage der Bayerischen Innenstädte nochmal verschlechtert. Sie hat den Strukturwandel beflügelt und wird dazu führen, dass die vertraute Innenstadt, als Wohnzimmer der Bayerischen Kommunen, ganz neu gedacht werden muss“, so der Vorsitzende des AKCS Klaus Stieringer.

Im Bild v. l. n. r. Christiane Kickum, Sabrina Obermoser, Thomas Most, Wolfgang Weier, Elena Büttner, Christian Bitter, Sebastian Macht, Klaus Stieringer - Foto: R. Kittel

Nach Ansicht der Mitglieder des Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern werden viele Unternehmen die Corona-Krise mit ihren Lockdowns, harten Einschränkungen und dramatischen Frequenz- sowie Umsatzeinbrüchen nicht überstehen. „Die eigentlichen Folgen der Corona-Krise werden wir allerdings erst in den kommenden zwei Jahren spüren, wenn immer mehr Unternehmen ihre Türen dauerhaft schließen. Das wird zu sichtbaren Veränderungen in den Bayerischen Innenstädten durch zunehmenden Ladenleerstand und einen fortschreitenden Trading-Down führen“, so Klaus Stieringer. Es ist zu befürchten, dass die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Bayerischen Innenstädte für die Bürgerinnen und Bürger leiden wird, soweit die Kommunen keine umgehenden Gegenmaßnahmen starten.

Um auch in Zukunft attraktive und lebenswerte Innenstädte im Freistaat zu haben, müssen die Bayerischen Kommunen schon heute die Stadt von morgen gestalten. „Hierfür bedarf es mutiger Konzepte, kreativer Ideen und den richtigen politischen Rahmen. Die Weichen hierfür werden in Donauwörth gerade gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Verwaltung neu gestellt, “, so Christiane Kickum, Leiterin Stadtmarketing der Stadt Donauwörth, optimistisch. Der bisherige Vorsitzende vom Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern (AKCS e.V.), Klaus Stieringer (Bamberg), wurde für die kommenden drei Jahre einstimmig in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Christiane Kickum (Donauwörth) und Wolfgang Weier (Würzburg). Des Weiteren wurden Thomas Most (Kitzingen), Sabrina Obermoser (Rosenheim), Elena Büttner (Forchheim) und Sebastian Macht aus Marktredwitz in den Vorstand des Berufsverbandes gewählt.

„Menschen werden in Zukunft nicht mehr nur für das Shopping-Erlebnis in die Innenstadt kommen, deshalb braucht es vermehrt schöne Aufenthaltsorte und ein breites Angebot an Kontakt- und Begegnungsstätten“, so Klaus Stieringer. Zudem muss die Anlassbindung für Verkaufsoffene Sonntage endlich aufgehoben werden, um die schärfsten Schwerter gegen den wachsenden Onlinehandel auch wirksam einsetzen zu können, ist sich der neu gewählte Vorstand einig.