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Zeichen religiöser Toleranz: „Untere Wörnitzbrücke“ wird zur „Friedensbrücke“

Die Untere Wörnitzbrücke soll künftig „Friedensbrücke“ heißen – so hat es der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Donauwörth am 10.11.16 einstimmig in öffentlicher Sitzung beschlossen.
Die Brücke unweit der Mündung der Wörnitz in die Donau hat für die Stadt und ihre Geschichte eine besondere Bedeutung: Hier fand im Jahr 1606 das „Kreuz- und Fahnengefecht“ statt – ein Handgemenge zwischen katholischen und evangelischen Bürgern, das letztlich zur Verhängung der Reichsacht über die Stadt und zum Verlust zahlreicher Privilegien führte. Die Umbenennung in „Friedensbrücke“ auf Anregung der beiden Dekane Johannes Heidecker (evangelisch-lutherisch) und Robert Neuner (katholisch) steht im Zeichen der Ökumene, mit Blick auf das Reformationsjubiläum im kommenden Jahr. Oberbürgermeister Armin Neudert begrüßt das einhellige Votum für die Umbenennung: „Wir zeigen, wie die katholische und die evangelische Kirche aber auch die Religionsgemeinschaften insgesamt in der Stadt zusammenwirken – ein positives Zeichen von Toleranz und Miteinander.“ Den historischen Bezug zum neuen Namen soll eine Hinweistafel an der künftigen Friedensbrücke erläutern.

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