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Konversion Alfred-Delp-Kaserne



Kommunalunternehmen Stadtentwicklung Donauwörth

Das Kommunalunternehmen Stadtentwicklung Donauwörth (KU) - eine Anstalt des öffentlichen Rechts - wurde im September 2016 von der Großen Kreisstadt Donauwörth als 100-prozentige Tochter gegründet. Übertragen wurde ihm insbesondere die Konversion der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne in ein innovatives, nachhaltiges Wohnquartier.


Aktuelles vom Konversionsprojekt

Teilfläche A

Die Teilfläche A umfasst eine Fläche von ca. 22,5 ha.


14.07.2017 - Beginn der Rückbauarbeiten

Der offizielle Auftakt für den Abbruch des Planbereich A erfolgte in einer feierlichen Umrahmung am 14.07.2017 auf dem Gelände der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne. Von Oberbürgermeister Armin Neudert würdigte den Tag als einen Meilenstein auf dem Weg hin zur Umwandlung des Areal in ein modernes, nachhaltiges Wohnquartier. " Eine einmalige Chance, ein Glücksfall für Donauwörth: nach dem ersten Schock, als wir von der Schließung des Standortes erfuhren, erkannten wir rasch die Möglichkeiten für die Entwicklung unserer Stadt. Hinter uns liegt viel Arbeit, vor allem aber auch viel Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die zum Gelingen des Projektes bis zu diesem Tag heute und darüber hinaus beigetragen haben".
Der Vizepräsident der Regierung von Schwaben, Josef Gediga, hob in seiner Ansprache ebenfalls die Bedeutung des Tages hervor und überreichte den Bewilligungsbescheid für die Rückbaumaßnahmen aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm (Sonderprogramm "Militärkonversion") sowie dem Förderprogramm "Soziale Stadt" des Bundes.
In einem symbolischen Akt durch Oberbürgermeister Armin Neudert und Regierungsvizepräsident Josef Gediga wurde der offizielle Startschuss der Beginn der Abrissarbeiten an einem der Gebäude eingeleutet.

 

23.11.2017 - Preisgericht des städtebaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb "Das neue Alfred-Delp-Quartier"

Die Große Kreisstadt hat im Jahr 2017 einen Realisierungswettbewerb als Teil der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme über das gesamte Areal der Alfred-Delp-Kaserne ausgelobt, bei dem sowohl der durch die Stadt erworbene, als auch der durch den Freistaat Bayern genutzte Bereich bearbeitet werden sollte. Als Bearbeitungsgrundlage konnten die während der vorbereitenden Untersuchungen erstellten Fachgutachten herangezogen werden. Zusätzlich wurden in einem vorgeschalteten Symposium mit Bürgern, Fachteilnehmnern, Verwaltung und Politik die gewünschten Qualitäten des Wohnens und die Marktfähigkeit verschiedener Wohnformen des neuen Quartiers ermittelt. Die Ergebnisse sind in die Wettbewerbsauslobung eingeflossen.
Als Ziel des Wettbewerbs wurde die Entwicklung eines innovativen, nachhaltigen Wohnstandortes, als Beitrag zur gesamtstädtischen Wohnraumversorgung sowie zur Ergänzung des Wohnungsangebotes der Parkstadt angestrebt, zudem eine Verbesserung und Ergänzung der wohnungsbezogenen sozialen Infrastruktur sowie des Freizeit- und Naherholungsangebotes. Das neue Wohnquartier soll als Verbindungsstück und Gelenk zwischen dem Stadtteil Parkstadt und der Donauwörther Innenstadt fungieren.
In der im nachfolgenden Link zu findenden Wettbewerbsdokumentation werden die Preisträger des Wettbewerbs und die übrigen bewerteten Entwürfe gezeigt. Oberbürgermeister Armin Neudert ist überzeugt, dass der Entwurf des 1. Preises die Ziele der Stadt Donauwörth besonders gut umsetzen kann.

Wettbewerbsdokumentation


Ausblick

Bis Dezember 2018 sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein.
Zunächst werden die gesamten Gebäude von der Abbruchfirma geräumt und entkernt. Parallel zum Rückbau der Gebäude und Infrastruktur erarbeitet die Stadt Donauwörth auf Grundlage des Ergebnisses des städtebaulichen Realisierungswettbewerb über das gesamte Areal der Alfred-Delp-Kaserne einen städtebaulichen Rahmenplan , aus welchem der Bebauungsplan entwickelt werden soll. Im Anschluss soll im Jahr 2019 die Neuerschließung der ersten Teilbereiche erfolgen.


Teilfläche B

Die Teilfläche B umfasst eine Fläche von ca. 7,5 ha. Die Realisierung des Teilbereiches soll nach endgültiger Aufgabe der Erstaufnahmeeinrichtung ab dem 01.01.2020 erfolgen. Die Teilfläche B soll so an die Teilfläche A angefügt werden, dass ein zusammenhängendes Quartier entsteht.



Erwerb von Baugrundstücken

Sollten Sie Interesse am Erwerb eines Bauplatzes haben, lassen Sie sich unter Formulare den Vordruck "Bauplatzbewerbung" ausdrucken und schicken ihn ausgefüllt an die Stadt Donauwörth. Die Bewerbung ist für Sie unverbindlich. Gerne beraten wir Sie über die noch vorhandenen Bauplätze und Bebauungsmöglichkeiten.



Organe

Die Organe des KU bilden der Verwaltungsrat und der Vorstand. Der Verwaltungsrat ist das Lenkungsgremium des KU. In der Kommunalunternehmenssatzung sind die Zuständigkeiten des Verwaltungsrates aufgeführt.

Verwaltungsrat

Er setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 7 Mitgliedern aus dem Stadtrat der Stadt Donauwörth. Dabei ist der Vorsitzende immer der Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth.

Aktuelle Zusammensetzung:

   Vorsitzender

       Oberbürgermeister Armin Neudert

   Stv. Vorsitzender

       Albert Riedelsheimer

   Verwaltungsräte

       Peter Alt
       Armin Eisenwinter
       Manfred Hofer
       Heinrich Kopriwa
       Dr. Ralf Loitzsch
       Peter Moll
       Franz Ost
          

Vorstand   

   Manfred Deutschmann
       Telefon     0906 789 217
       Telefax      0906 789 219
       E-Mail        ku-stadtentwicklung-donauwoerth@outlook.de


Die Entwicklungsschritte im Konversionsprozess

Der Prozess der Militärkonversion war für die Stadt Donauwörth eine gänzlich neue Erfahrung und stellte die Stadtverwaltung vor nie dagewesene Herausforderungen. Umso bemerkenswerter ist es in welch kurzer Zeitabfolge dieser Prozess mit Unterstützung der vielen beteiligten Büros und der breiten interessierten Öffentlichkeit bewältigt werden konnte.

Anlass der Planung

Ausgangspunkt für die Gründung des Kommunalunternehmens Stadtentwicklung Donauwörth war der Erwerb des Geländes der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne.
Als Folge des Stationierungskonzeptes 2011 im Rahmen der Bundeswehrreform des Bundesmininsteriums der Verteidigung wurde im Oktober 2011 bekannt, dass der Bundeswehrstandort Donauwörth geschlossen wird.
Was bleibt sind rund 30 ha, in die Stadtstruktur integrierte Flächen und eine einmalige Chance für Donauwörth ein weiteres städtebauliches Gesicht zu geben und die hier freigewordenen Potenziale zu nutzen. Um diese Herausforderung richtig anzugehen, galt es gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ideen zu entwickeln, wie man diese Flächen entwickeln kann und welche Ziele damit verfolgt werden sollten.
Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung nach § 165 BauGB wurde im Juli 2015 ein Konzept zur städtebaulichen Weiterentwicklung des Stadtteils Parkstadt vorgelegt. Als städtebauliche Ziele wurden die Entwicklung eines Wohnstandortes, die Verbesserung und Ergänzung der wohnungsbezogenen sozialen Infrastruktur, des Freizeit- und Naherholungsangebotes im Stadtteil Parkstadt sowie die Verbesserung der Verbindungen zwischen dem Stadtteil Parkstadt mit der Innenstadt festgelegt. Neben der Realisation der lokalen städtebaulichen Ziele gilt es auch, die unmittel- und mittelbare lokale Folgewirkung der Bundeswehrkonversion zu bewältigen sowie die Einzelmaßnahmen zu koordinieren.

Erstaufnahmenunterkunft

Mit dem immer stärker ansteigenden Flüchtlingsstrom Ende des Jahres 2015 wurde auch das Konversionsareal in Donauwörth zu einer Erstaufnahmeunterkunft. Ein Teil der ehemals von der Bundeswehr genutzten Truppenunterkünfte, Wirtschaftsgebäude sowie der Sporthalle wurden Unterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge. In mehreren Gesprächsrunden zwischen der Verwaltungsspitze der Stadt Donauwörth, dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren sowie dem Staatsmininsterium für Soziales des Freistaates Bayern erkannte man schließlich die außerordentlichen und weit gediehenen Bestrebungen der Stadt zur Entwicklung des Konversionsareals an und beschloss die Flüchtlingserstaufnahme zum 31.12.2019 aufzugeben.

Unterzeichnung des Kaufvertrages

Nach einer intensiven Verhandlungsphase von über dreiJahren und unzähligen Fachgutachten sind sich die Vertreter der Stadt und des KU sowie die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), als Verwalterin der Bundesliegenschaften, schließlich einig geworden. Am 07.12.2016 wurde letzlich der Kaufvertrag zum Erwerb von ca. 22,5 ha des ehemaligen Kasernengeländes unterzeichnet. Der zweite Teilabschnitt mit ca. 7,5 ha soll nach dem 01.01.2020 nach der endgültigen Aufgabe der Erstaufnahmeeinrichtung vom KU erworben werden.