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Dienstleistungen

Ehefähigkeitszeugnis zur Eheschließung im Ausland

Das Ehefähigkeitszeugnis ist die Bescheinigung des Heimatstaates, dass der beabsichtigten Eheschließung nach den Gesetzen dieses Heimatstaates kein Ehehindernis entgegensteht.

Für die Eheschließung Deutscher im Ausland ist in bestimmten Staaten (z.B. Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechische Republik, Türkei, u.a.) ein Ehefähigkeitszeugnis vorzulegen. Konkrete Angaben hierzu erhalten Sie am besten von dem Standesamt, bei dem Sie heiraten.
Zur Beantragung und Ausstellung ist normalerweise Ihr Standesamt am Wohnsitz zuständig. Dazu bringen Sie die gleichen Unterlagen und Dokumente beider Partner mit, wie bei einer Eheschließung in Deutschland. Individuelle Auskunft erhalten Sie aber gerne in Ihrem Eheschließungs-Standesamt.
Auch ausländische Staatsangehörige aus den vorgenannten Ländern, die in Deutschland heiraten wollen, müssen zur Eheschließung ein Ehefähigkeitszeugnis aus ihrem Heimatstaat vorlegen. Dieses kann normalerweise am Heimatort oder über das Konsulat beschafft werden.



Mehrsprachige (internationale) Urkunden

Mehrsprachige Personenstandsurkunden (Geburts-, Ehe-, Sterbeurkunden) werden in den Vertragsstaaten des Übereinkommens vom 08.09.1976 (CIEC-Übereinkommen), nämlich in

Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei ausgestellt.
Diese Urkunden sind bei Verwendung innerhalb dieser Vertragsstaaten von jeder Förmlichkeit befreit. Es ist also dazu weder Legalisation noch Apostille notwendig.
Mehrsprachige Ehefähigkeitszeugnisse werden in den Vertragsstaaten Deutschland, Italien, Luxemburg, Moldau, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz, Spanien und Türkei ausgestellt. 



Legalisation und Apostille

Legalisation ist die Bestätigung der Echtheit einer ausländischen Urkunde durch das Konsulat des Staates, in dem die Urkunde verwendet wird. Also wird zum Beispiel eine Urkunde aus Thailand in der deutschen Botschaft in Bangkok (Thailand) legalisiert.

Die "Haager Apostille" ist ebenfalls die Bestätigung der Echtheit einer Urkunde. Sie ersetzt die Legalisation, wenn diese auf Grund völkerrechtlicher Vertäge nicht mehr erforderlich ist. Sie wird von einer dazu bestimmten Behörde des Staates, durch den die Urkunde ausgestellt wurde, erteilt. Eine Beteiligung des Konsulates des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll, ist dann nicht mehr notwendig.
Deutsche Personenstandsurkunden aus dem Standesamt Donauwörth werden vom Landratsamt Donauwörth vorbeglaubigt und erhalten die Apostille von der Regierung von Schwaben in Augsburg.

Weitergehende Informationen zu konsularischen Fragen
http://www.konsularinfo.diplo.de/
http://www.auswaertiges-amt.de


Adoption

Über eine Adoption (Annahme als Kind) oder auch deren Aufhebung entscheidet das Familiengericht beim Amtsgericht. Dazu ist vom Annehmenden ein Antrag zu stellen. Zuständig ist normalerweise das Familiengericht, in dessen Bezirk der Annehmende wohnt. Für den Amtsbereich Donauwörth ist somit zuständig das Amtsgericht - Familiengericht, Am Tändelmarkt 5 in 86720 Nördlingen, Tel 09081 2109-0.

Ehepaare oder Einzelpersonen über 25 Jahre können ein minderjähriges Kind adoptieren. Auch ein Volljähriger kann adoptiert werden.
Für die Adoptionsvermittlung stehen als Adoptionsvermittlungsstellen die Jugendämter und Verbände der freien Wohlfahrtspflege zur Verfügung (Für den Amtsbereich Donauwörth das Landratsamt Donau-Ries - Kreisjugendamt, Pflegstraße 2, 86609 Donauwörth, Tel 0906 74-0). Für den Antrag beim Familiengericht ist eine notariell beurkundete Einwilligung des Kindes und der Eltern des Kindes erforderlich.


Kirchenaustritt

Zum Austritt aus einer Kirche oder Religionsgemeinschaft ist in Bayern die persönliche Vorsprache im Standesamt notwendig. Er kann nicht schriftlich oder durch einen Bevollmächtigten erklärt werden. Der Austritt wird sofort wirksam. Die Kirchensteuerpflicht endet mit Ablauf des Kalendermonats, in dem die Austrittserklärung wirksam geworden ist. Die Erklärung ist gebührenpflichtig.

Beim Wechsel in eine andere Religionsgemeinschaft muss erst beim Standesamt der Austritt aus der bisherigen Kirche erklärt werden. Zum Wiedereintritt oder Eintritt in eine andere Kirche wenden Sie sich bitte an die entsprechende Pfarr- oder Kirchengemeinde.

Bringen Sie dazu bitte mit:
  • Reisepass oder Personalausweis
  • Geburtsurkunde, Eheurkunde und/oder Stammbuch
  • Taufschein mit Angaben der Religionszugehörigkeit und der Pfarrei, in der die Taufe stattgefunden hat
    (meist zu finden im Stammbuch der Eltern)
Die Aufnahme der Erklärung über den Kirchenaustritt ist gebührenpflichtig und kostet mit einer Bescheinigung 31 EUR.
Die Berücksichtigung der geänderten Religionszugehörigkeit beim Lohnsteuerabzug kann bei Ihrem zuständigen Finanzamt beantragt werden.


Nachbeurkundung

Eheschließungen Deutscher im Ausland, Geburten und auch Sterbefälle von Deutschen im Ausland können auf Antrag im entsprechenden deutschen Personenstandsregister beurkundet werden (Nachbeurkundung). Im Ergebnis hat der Antragsteller dann deutsche Urkunden, die im Allgemeingebrauch unproblematischer sind.
Zuständig für die Nachbeurkundung ist in der Regel das Standesamt am Wohnsitz des Antragstellers.
Unterlagen sind vorzulegen wie bei einer entsprechenden Beurkundung im Inland, dazu die nachzubeurkundende Ehe-, Geburts-, oder Sterbeurkunde im Original mit einer von einem in Deutschland öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer angefertigte Übersetzung.
Die Nachbeurklundung ist gebührenpflichtig.


Namenserteilung, Namensänderung

Namenserklärungen, Namensänderungen sind ein weites Feld mit umfassenden Vorschriften. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen über Möglichkeiten, Voraussetzungen und Modalitäten an Ihr Standesamt.


Scheidung

Für Scheidung, Aufhebung der Ehe oder Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer Ehe ist das Amtsgericht bzw. Familiengericht zuständig. Das heißt, dass eine Ehe in Deutschland nur durch ein gerichtliches Urteil auf Antrag eines oder beider Ehegatten geschieden werden kann. Für die Ehescheidung ist ein schriftlicher, von einem Rechtsanwalt unterzeichneter Scheidungsantrag (Anwaltszwang) erforderlich.


Vaterschafts- / Mutterschaftsanerkennung und Zustimmung
 

Das Kind unverheirateter Eltern hat nach dem Gesetz keinen Vater. Vater wird in der Regel also nur, wer eine förmliche, öffentlich beurkundete Vaterschaftsanerkennung ablegt. Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung - ebenfalls förmlich - zustimmen.
Zum Kind einer verheirateten Mutter kann die Vaterschaft anerkannt werden, wenn es nach Anhängigkeit eines Scheidungsantrags (Eingang bei Gericht) geboren worden ist. In diesem Fall ist auch die Zustimmung des Ehemannes notwendig. Es entfällt damit das gerichtlich Verfahren zur Anfechtung der Vaterschaft.
Bei minderjährigen Eltern bedarf es außerdem der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters (z.B. Eltern).

Die Erklärung ist auch schon vor der Geburt möglich und kann in jedem Standesamt oder vor dem Urkundsbeamten des Jugendamtes oder beim Notar abgegeben werden.

In jedem Fall sind vorzulegen:
  • Reisepass oder Personalausweis
  • aktuelle Geburtsurkunde des Vaters und der Mutter
  • aktueller beglaubigter Auszug aus dem Eheregister, wenn die Mutter noch verheiratet ist oder war.
Weitere Unterlagen können im Einzelfall noch notwendig sein. Denken Sie bei fremdsprachigen Urkunden bitte auch an eine Übersetzung durch einen Übersetzer mit dem Prädikat "Öffentlich bestellt und vereidigt".
Eine vor der Geburt eines Kindes abgegebene Anerkennung wird erst mit der Geburt des Kindes wirksam. Die Anerkennung zum Kind einer verheirateten Mutter wird frühestens mit dem Tag der Rechtskraft des Scheidungsurteils wirksam.
Die Vaterschaft zu einem Kind kann auch gerichtlich festgestellt werden.
Durch die Anerkennung treten die verwandtschaftlichen Beziehungen mit unterhalts- und erbrechtlichen Folgen ein, nicht jedoch das Sorgerecht für das Kind. Die Sorgerechtserklärung kann aber beim Jugendamt durch gemeinsame Erklärung abgegeben, oder durch Eheschließung mit der Mutter automatisch erworben werden.

Die Mutterschaftsanerkennung ist nur dann von Bedeutung, wenn die Eltern oder ein Elternteil z.B. italienischer oder französischer Staatsangehöriger ist. Wenden Sie sich ggf. an Ihr Standesamt.