Große Kreisstadt Donauwörth - barrierefreie Version

Wappen Donauwörth
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Donauwörth ist Fairtrade-Stadt und hat ein Fairtrade-Gymnasium

Nun ist es offiziell: Donauwörth ist Fairtrade-Stadt, das Gynmasium der Kreisstadt Fairtrade-School. Bei einer gemeinsamen Auszeichnungsfeier im Tanzhaus sind die Titel nun durch die deutsche Niederlassung der Fairtrade-Organisation verliehen worden.
Donauwörth reiht sich somit als erste im Landkreis unter 417 andere deutsche Kommunen ein, die diese Auszeichnung erhielten, die nächsten im Umkreis sind Wertingen, Dillingen und Augsburg.
Andreas Plohmann, Sprecher der Steuerungsgruppe und Vorsitzender des Donauwörther Vereins Solidarität-für-Eine Welt e. V. begrüßte beim Festakt etwa 150 geladene Gäste und ging kurz auf den Werdegang der Fairtrade-Auszeichnung Donauwörths ein: „Es war der Eine-Welt-Verein, der anlässlich des 20jährigen Bestehens den Anstoß dazu gab. Aber wir sind dankbar, dass OB Neudert und die weiteren Verantwortlichen der Stadt sofort ein offenes Ohr für diese Idee hatten.“ Plohmann schloss mit einem Appell: „Machen wir Donauwörth noch etwas fairer, wir sind es den Menschen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten müssen, schuldig.“
Oberbürgermeister Armin Neudert sprach in seiner Rede von einem „Abend der Hoffnung“. Er sehe Entwicklungspolitik durchaus nicht nur global, sondern auch regional. „Jeder einzelne von uns kann mit dem Einkaufswagen Politik machen“, sagte er und erhoffe sich von der heutigen Auszeichnung eine Sensibilisierung und Vorbildwirkung für jeden einzelnen, die Fairtrade-Bewegung in Donauwörth zu unterstützen. Für die Stadt sehe er einen Auftrag, auch nach dem heutigen Tag im Geist von Fairtrade weiterzumachen.
Stolz zeigte sich auch der Direktor des Donauwörther Gymnasiums, Karl Auinger, dass die Schule Fairtrade-School geworden ist, denn „wir tragen alle Verantwortung für die eine Welt“. Zu verdanken sei dies in erster Linie engagierten Schülerinnen und Schülern eines Projekt-Seminars, die zusammen mit Studienrätin Andrea Hieble-Reitsam diese Kampagne ins Rollen brachte. Die Schülerinnen Lucy Wendel und Lara Sailer zeichneten den Weg zur Fairtrade-School nochmal kurz nach und berichteten, dass mittlerweile am Gymnasium eine Fair-Trade-AG als Nachfolgerin des P-Seminars gegründet wurde, was von 11 Schülern auch visuell dargestellt wurde. Der Schulleiter abschließend: „Es ist gut, dass bereits jüngere Menschen für diese Thematik sensibilisiert werden“. Das habe nachhaltige Wirkung.
Die offizielle Verleihung erfolgte durch Hannah Rüther, der Referentin von Fairtrade Deutschland mit Sitz in Köln. Sie übergab die Ernennungsurkunden an OB Armin Neudert und Direktor Karl Auinger. Hannah Rüther stellte nochmals die Kriterien vor, die für die Auszeichnung notwendig waren (siehe Infokasten!) und stellte erfreut fest, dass es für sie eine Premiere sei, Stadt und Schule in einer Kommune gleichzeitig auszeichnen zu dürfen.
Klaus Probst vom Verein Solidarität-für-Eine-Welt meinte, die Auszeichnung sei ein Teilerfolg, Ziel aber müsse sein, dass Donauwörth vom Fairtrade-Gedanken weiter durchwirkt werden müsse. Eine Aktion in diese Richtung stellte er abschließend vor: einen Etiketten-Wettbewerb für einen eigenen fair gehandelten Donauwörther Kaffee, der durch seine Optik als solcher zu erkennen sei. Die Besucher der Auszeichnungsfeier waren eingeladen, aus sechs Entwürfen drei auszuwählen, die nun im Internet für die gesamte Bevölkerung zur Abstimmung stehen. Der Sieger dieses Votings ziert dann den künftigen Donauwörther Stadtkaffee.
Musikalisch wurde die Auszeichnungsfeier umrahmt vom Holzbläser-Ensemble des Gymnasiums unter der Leitung von Christoph Keßler und vom Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde mit dessen Dirigenten Dr. Hans-Martin Linsenmeyer.
Wenn Sie sich an der Abstimmung zum Etiketten-Wettbewerb des Donauwörther Stadtkaffees beteiligen wollen, finden Sie den Link unter www.facebook.com Fairtrade Kaffee DON

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