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Haushalt des Schulverbandes einstimmig verabschiedet

Am 22. März traf sich die Schulverbandsversammlung unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Oberbürgermeister Armin Neudert, zu ihrer jährlichen Sitzung im Lehrerzimmer der Ludwig-Auer-Mittelschule. Die Tagesordnung umfasste neben dem Bericht des Prüfungsausschusses als wichtigsten Punkt die Beschlussfassung des Etats 2017.
Schulverbandsrat Günter Schwendner stelle dabei für den Rechnungsprüfungsausschuss fest, dass im Rahmen der Rechnungsprüfung keine Sachverhalte festgestellt werden konnten, die den Grundsätzen der Effizienz im Hinblick auf die Aufgabenstellung des Schulverbandes als Sachaufwandssäule des Bildungswesens widersprechen. Die vorläufige Schlussbilanz des Haushaltsjahres 2016 wurde einstimmig beschlossen.
Bevor sich die Schulverbandsversammlung mit den einzelnen Positionen des Haushalts beschäftigte, beschloss diese zunächst eine Erhöhung der Schülerpauschale für den laufenden Sachaufwand der Schule. Ferner stimmten sie einhellig der Aufnahme von zusätzlichen Mitteln für die Anschaffung der neuen Schulbücher in Verbindung mit dem neuen Lehrplan zu.


Haushalt verabschiedet

Das Gesamtvolumen des Etats beläuft sich 2017 auf 793.800 €. An Investitionen sind für 2017 insgesamt 55.800 € eingeplant, die über eine Investitionsumlage in Höhe von 150 € je Verbandsschüler finanziert werden. Geplant ist hier u.a. die Fachräume auf einen aktuellen Stand zu bekommen.
Günther Gierak erläuterte den Schulverbandsräten alle Positionen des Haushaltes und erklärte sämtliche Einnahmen und Ausgaben des Etats. Die Finanzierung des Etats erfolgt größtenteils durch die Sachaufwandsumlage (396.200 €). Sie beträgt 2017 je Verbandsschüler 1.060 €. Zum Stichtag besuchten aus Donauwörth 292 Schüler und aus Tapfheim 80 Schüler die Ludwig-Auer-Mittelschule.
Die Zustimmung zum Haushalt erfolgte einstimmig. Neudert bedankte sich für die sehr gute Vorarbeit seitens der Verwaltung und die stets gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung.

Bericht der Rektorin

Auf Bitte des Schulverbandsvorsitzenden berichtete Rektorin Heike Ritzka der Schulverbandsversammlung über aktuelle Themen der Schule. Die Schule, so Heike Ritzka, habe aktuell 404 Schüler, die in 21 Klassen beschult würden: 20 Klassen im Haus und eine Übergangsklasse in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Parkstadt. Daraus ergebe sich ein Klassendurchschnitt von 19,2, was ideal klinge - allerdings schwankten die Schülerzahlen von aktuell zwei Schülern in der Übergangsklasse bis zu 28 Schülern.
Das Schulprofil habe sich in diesem Schuljahr leicht erweitert. Neben den Regelklassen (bis auf die 8. Jahrgangsstufe dreistufig), M-Klassen (7 und 8 je eine / 9 und 10 je zwei), Koop-Klasse (in Jg. 5 mit deutlich reduzierter Förderstundenzahl: 2 Stunden), gibt es an der Schule die Offene Ganztagsschule (drei Gruppen, zwei bis vier Tage - Leitung: ChristineTeiwes-Braun) und auch eine Übergangsklasse in der Erstaufnahmeeinrichtung (Jg. 5-9, mit wöchentlich wechselnde Schülerzahl von teilweise bis zu 20).
An der Schule würden momentan Schüler mit 23 unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten beschult. Ohne deutsche Staatsangehörigkeit seien 76 Schüler, was 18% entspreche. Für Neuankömmlinge und Anfänger in Deutsch biete man zwei Kurse mit je sechs Wochenstunden, ansonsten seien die Lehrer gefordert, mit zusätzlicher Förderung und individueller Betreuung den Spracherwerb zu unterstützen, was keine leichte Aufgabe sei.
Als „Schule der zweiten Chance“ sei die Ludwig-Auer-Mittelschule auch die Schule der Rückkehrer. Seit dem Zwischenzeugnis würden wöchentlich neue Schüler aus weiterführenden Schulen aufgenommen, um zu einem vernünftigen Schulabschluss zu kommen. In diesem Schuljahr gebe es 101 Anmeldungen für den Qualifizierenden Mittelschulabschluss (davon neun externe Teilnehmer) und 35 Anmeldungen für den Mittleren Schulabschluss (davon ein externer Teilnehmer).
Man entlasse auch keinen einzigen Schüler ins Ungewisse. Die Ausbildungssituation sei momentan hervorragend, aber auch für nicht ausbildungsfähige Schüler würde ein passender Weg gefunden. Auffallend sei das zunehmende Interesse von M10-Schülern an der FOS.

Die Rektorin dankte der Schulverbandsversammlung für die großzügige Ausstattung, die mit einem sehr großen finanziellen Aufwand verbunden gewesen sei.
Aber man dürfte, so die Rektorin, die aktuellen Probleme nicht verschweigen. So steige leider die Zahl der Schulverweigerer bzw. der Schüler mit verschiedensten Störungen (ADS, ADHS, etc.) an. Dies erfordere viele Gespräche mit allen zuständigen Stellen, Berichte, Stellungnahmen etc., was sehr zeitintensiv sei.
Großes Lob zollte Rektorin Heike Ritzka ihrem ganzen Team an der Schule und dankte den beiden Vorsitzenden, den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung, ihrer Konrektorin sowie Günther Gierak in der Schulverbandsverwaltung. Der Schulverbandsvorsitzende gab den Dank gerne wieder zurück und bat dies auch an das Lehrerkollegium weiterzugeben. Die Schule werde in Donauwörth sehr geschätzt und dies sei ein Verdienst der gesamten Schulfamilie.

Foto: Stadt Donauwörth / W. Habermann

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