Große Kreisstadt Donauwörth - barrierefreie Version

Wappen Donauwörth
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Handlungsschwerpunkte und Parkraumbewirtschaftungskonzept: Ausschuss befasst sich mit Verkehr

18.05.18
(18.5.2018) Der öffentliche Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Donauwörth befasste sich gestern (17.5.2018) ausschließlich mit dem Thema Verkehr und Parken. Oberbürgermeister Armin Neudert betonte dabei einführend, dass es auch darum gehe, eine politische Vision von Mobilität zu entwickeln: „So sehr wir uns wünschen, dass uns Verkehrskonzepte den Weg weisen, so sehr sollte uns auch bewusst sein, dass diese immer zunächst eines klaren Zuschnitts der Beauftragung bedürfen. Wir müssen uns klar werden über die von uns angestrebte Konzeption von Mobilität in unserer Stadt: Wie und wo wollen wir künftig in Donauwörth von einem Ort zum anderen gelangen? Welche Verkehrskultur wollen wir befördern auf den Straßen unserer Stadt? Wie gehen wir um mit der topographisch gegebenen Problematik unserer Stadt, angesichts der Einschränkungen durch Berg und Fluss?“. Unabhängig davon gelte jedoch, so der OB weiter, dass gesetzte Handlungsschwerpunkte beim Thema Verkehr umgesetzt werden: „Hier sind für die Jahre 2018/19 teils die konkrete Umsetzung, teils die weiteren Planungen fest vorgesehen. Entsprechende Mittel sind im Haushalt 2018 vorgesehen“. Diese Handlungsschwerpunkte wurden im Einzelnen dargestellt.

Bushaltestelle Gymnasium
Für eine Neugestaltung der Bushaltestelle am Gymnasium, bedarfsgerecht und querungssicher, wird derzeit die Entwurfsplanung der vom Bau-, Planungs- und Umweltausschuss im April beschlossenen Variante erstellt. Parallel dazu wird die Stadtverwaltung Gespräche mit weiteren beteiligten Stellen, wie Gymnasium, Landratsamt und Polizei führen. Im Juli ist der Baubeschluss des Stadtrates mit öffentlicher Vorstellung der dann ausgearbeiteten Planungen geplant. Bereits jetzt sind für 2019 in der Finanzplanung die Mittel für die konkrete Umsetzung vorgesehen.
Entwicklung des Alfred-Delp-Quartiers / Konversion
Beim künftigen Alfred-Delp-Quartier werden die künftig veränderten Verkehrs-Parameter im weiteren Umkreis berücksichtigt. „Das Verkehrslenkungs- und Steuerungskonzept der Stadt wurde hierfür im Jahr 2015 fortgeschrieben“, so der kommissarische Leiter des Stadtbauamtes, Bernd Fischer. Da das neue Quartier als Verbindungsstück zwischen dem Stadtteil Parkstadt und der Donauwörther Innenstadt fungieren soll, werden auch die Anbindung insbesondere für Fußgänger und Radfahrer im Blick behalten. Zur Förderung der Planungskosten hierfür wird das Projekt in diesem Jahr erneut angemeldet für das Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Verkehr und Parken im Bereich Neudegger Allee und Siedlung
Im Bereich GkU und Schulen soll die Situation von Verkehr und Parken verbessert werden. Hierzu liegen jetzt Ergebnisse einer Studie vor, die Stadt, Landratsamt und gKU in Auftrag gegebenen haben. Diese Ergebnisse werden im nächsten Schritt mit dem gKU erörtert und dem Stadt-, Planungs- und Umweltausschuss am 26. Juli vorgestellt. „Insgesamt ist die Verkehrs- und die Parksituation angespannt. Vorhandene Stellplätze reichen nicht aus bzw. werden in weiter entfernten Bereichen nahe der Westspange nicht ausreichend angenommen“, so Ordnungsamtsleiter Konrad Nagl.

Maßnahmen zum Ausbau des Radverkehrsnetzes
Im Bereich des Radverkehrs hat der Stadtrat hat vergangenes Jahr die Stelle eines Energiebeauftragten um das Tätigkeitsfeld eines Radverkehrsbeauftragten erweitert. Dies mit dem Ziel, den Radverkehr im Stadtgebiet zu stärken und im Bereich des Stadtbauamtes eine eigene personelle Zuständigkeit hierfür zu schaffen. Es gilt, an den Maßnahmenkatalog des Verkehrslenkungs- und Steuerungskonzept aus dem Jahr 2006 anzuknüpfen und weitere Schritte umzusetzen. Als ein Schwerpunkt gilt dabei die Entschärfung der Gefahrenstelle im Bereich der Kapellstraße. Für eine Verlängerung des im vergangenen Jahr fertiggestellten Donau-Hafens in Richtung Ried hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss im November beschlossen, erste Planungen zu vergeben.
Maßnahmen zur Verkehrsverbesserung am „Hubschrauber“-Kreisverkehr
Im Bereich des bestehenden Kreisverkehrs kommt es aufgrund der derzeitigen Ausgestaltung zu Stoßzeiten regelmäßig zu sehr langen Rückstauungen. Für eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs wurden erste Untersuchung im Februar öffentlich vorgestellt. Neben den Planungen des Staatlichen Bauamtes zum neuen Kreisverkehr an der B 16 soll für die Situation im Bereich des bestehenden Kreisverkehrs eine detaillierte Untersuchung und Vorplanung unter Berücksichtigung aller Verkehrsbelange (Radverkehr, Fußgänger-Querungen, Ausfahrt Media Markt usw.) in Auftrag gegeben werden.
Weiterentwicklung des ÖPNV
Das Stadtbus-Konzept, mit der Zielsetzung enge Vertaktung und günstige Fahrpreise, einschließlich dem familienfreundlichen Bürgerticket, wurde seit seiner Einführung stets weiterentwickelt. In diesem Jahr steht die regelmäßige Neuausschreibung des öffentlichen Dienstleistungsauftrages für den Stadtbus an. Dabei wird der bisherige Taktverkehr fortgeführt. Künftig stärker mitangebunden wird der Südhang und das künftige Alfred-Delp-Quartier. Bei allen neu eingesetzten Stadtbussen wird zudem auf eine Verringerung der Lärm- und Abgasimmissionen Wert gelegt.

Neues Konzept zu Parkraumbedarf und –bewirtschaftung

Neu angegangen wird die Erstellung eines Parkraumbewirtschaftungskonzeptes. Dieser Auftrag war im November beschlossen worden, gestern hat der Ausschuss einen Vorschlag der Verwaltung zum möglichen Untersuchungsumfang des Auftrages besprochen. Die zu vergebende Studie soll demnach eine große Bandbreite umfassen, von einem möglichen Parkhaus im Spindeltal über die Parkplatzsituation der Beschäftigten der Firma Airbus Helicopters GmbH bis hin zur Frage von Park & Ride Parkplätzen. „Für zwingend halte ich es bei einer Parkraumanalyse auch, eine Variante zumindest zu untersuchen, die große Chancen böte für unsere Stadt auf lange Sicht hinaus: Ein möglicher Durchstich unter dem Bahnhof in Verbindung mit dem Bau eines Parkdecks südlich der Geleise. Wir freuen uns über die Aufwertung als Systemhalt, aber wir haben dadurch auch ein Mehr an Bahn-Pendler-Verkehr zu bewältigen. Wenn wir eine Möglichkeit sehen, die Innenstadt von diesem Verkehrsaufkommen zu entlasten, dann sollten wir diese Möglichkeit im Rahmen unseres Parkraumbewirtschaftungskonzept untersuchen lassen“, so Oberbürgermeister Neudert.
Im nächsten Schritt werden sich mehrere Planungsbüros dem Ausschuss vorstellen, so dass die konkrete Beauftragung zügig erfolgen kann. « zurück