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Statement der Stadt Donauwörth zum Herbizit-Einsatz am Spielplatz in Riedlingen

27.04.18
(27.4.2018) Die Stadtgärtnerei hat am Mittwoch, 25.4.18, eine Herbizit-Behandlung auf der Wiese des Kinderspielplatzes an der Abt-Gallus-Straße in Riedlingen durchgeführt. Gleiches war, am gleichen Tag, auf der Liegewiese im Freibad der Fall.
Das hierfür verwendete Herbizit „Banvel M“ wurde dabei irrtümlich verwendet. Das Produkt ist zugelassen für beispielsweise Golf- und Sportplätze, ebenso im Haus- und Kleingarten, nicht aber für öffentliche Wiesen von Spielplätzen oder Freibädern. Die grundsätzliche Genehmigung des Produktes läuft im Rahmen der Aufbrauchfrist noch bis 30.6.2019.
Die Stadt bedauert den Irrtum. „Banvel M“ wird künftig nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Verärgerung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger kann gut nachvollzogen werden. Die Stadtgärtnerei bittet die Bürgerinnen und Bürger hierfür um Entschuldigung.
Ziel war in beiden Fällen die Entfernung von Weißklee, der kurz vor der Blüte steht und damit Bienen anzieht. Es hatten sich in den vergangenen Jahren Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern gehäuft, die eine Vielzahl von Bienen auf den Grünflächen des Riedlinger Spielplatzes und der Liegewiese beklagten. Die Stadtgärtnerei hatte sich im Handlungsdruck gesehen, dem beklagten Problem in diesem Jahr vorzubeugen. Außer Frage steht dabei jedoch, dass für die Maßnahme nicht das Produkt „Banvel M“ hätte gewählt werden dürfen.
Zur Einschätzung der Belastung für Mensch und Umwelt ist hinzuzufügen, dass der gleiche Wirkstoff in anderen Produkten für den genannten Zweck und die genannte Einsatzorte zugelassen ist.
Der Spielplatz darf laut Stadtgärtner Franz Gruber ab kommendem Montag, 30.4.18, nach dem Mähen des Rasens, wieder betreten werden.
Aus jahreszeitlichen Gründen stellt sich die Frage einer weiteren Herbizit-Behandlung zur Verhinderung der Weißklee-Blüte in diesem Jahr nicht mehr. Ob in den Folgejahren überhaupt erneut die Blütezeit verhindert werden soll, oder ob Beschwerden über Bienen und Bienenstiche nicht der Vorzug zu geben ist, gilt es zu erörtern. « zurück