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Hochschul-Standort in Donauwörth: Stadt schafft mit Landkreis Voraussetzungen

Hochschul-Standort in Donauwörth: Stadt schafft mit Landkreis Voraussetzungen

(17.10.2018) In Donauwörth soll als Einrichtung der Hochschule Augsburg ein Technologietransferzentrum (TTZ) entstehen. Dies gaben Oberbürgermeister Armin Neudert, Landrat Stefan Rößle, MdL Wolfgang Fackler und Hochschulpräsident Prof. Gordon Rohrmaier heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. Schwerpunkt der Einrichtung mit zunächst elf Mitarbeitern ist das Thema Daten-Analyse. Die Stadt Donauwörth hat eine zentrale Voraussetzung mit der Vermittlung geeigneter Räumlichkeiten geschaffen. Deren Finanzierung soll während der fünfjährigen Startphase je zur Hälfte durch Landkreis und Stadt erfolgen. Im Bayerischen Doppelhaushalt 2019/20 sind Mittel für das Projekt angemeldet. Die Entscheidung liegt jetzt beim Landtag.
Die Hochschule Augsburg strebt mit Ablegern in den ländlichen Raum und hat in Donauwörth den idealen Standort für ein neu zu errichtendes Technologietransferzentrum, kurz TTZ, gefunden. Zunächst 13 Mitarbeiter, einschließlich zweier Professoren und mehrerer Wissenschaftlicher Mitarbeiter, sollen ab dem kommenden Jahr ihre Forschungstätigkeit in Donauwörth aufnehmen. Es geht dabei um die Analyse großer Datenbestände, um deren Nutzbarmachung zur Entwicklung sicherer, digitaler Geschäftsmodelle und um die Umsetzung dieser Themen für und mit örtlichen Unternehmen. Auch die Ansiedelung von Start-Ups im Bereich Daten-Analyse soll befördert werden. Oberbürgermeister Armin Neudert: „Das ist nicht nur ein Gewinn für die Stadt, was den Hochschulstandort als solches betrifft. Es ist auch erklärtes Ziel der Einrichtung, durch die Verbindung von Produktion und digitaler Dienstleistung die Wettbewerbsfähigkeit örtlicher und regionaler Unternehmen zu steigern, auch kleinerer und mittlerer Größe“. Die Zahl der Mitarbeiter des TTZs soll hierfür schrittweise aufgestockt werden und die Einrichtung sich vor Ort nach und nach entwickeln, einschließlich einer Aufstockung der Professuren.
Eine zentrale Voraussetzung für den Start hat die die Stadt Donauwörth in den vergangenen Monaten geschaffen: Oberbürgermeister Armin Neudert hat auf Anfrage von Hochschulpräsident Prof. Gordon Rohrmaier das städtische Liegenschaftsamt beauftragt, geeignete Räumlichkeiten ins Auge zu fassen und mit den Beteiligten abzustimmen. Es waren am Ende dieses Prozesses Räumlichkeiten in ehemaligen Internat Heilig-Kreuz, die den Vertretern der Hochschule bei einem Ortstermin Mitte September als ideal erschienen: Fußläufig zum Bahnhof, mit ÖPNV-Anbindung, im Bereich des Onkel-Ludwig-Areals und seines neu gestalteten Parks. Auch ist eine entsprechend leistungsstarke Datenverbindung am Standort möglich. Mit dem Eigentümer der Räumlichkeiten, der Pädagogische Stiftung, sind erste Vorabsprachen erfolgt, der Stiftungsrat ist über die geplante Vermietung bereits informiert. Oberbürgermeister Neudert: „Ich setze mich ein für die Stärkung unserer Innenstadt. Für ein intelligentes Flächenmanagement, das nicht stets auf Neubauten, sondern auf die Nutzung vorhandener Immobilien und Flächen setzt. Wann immer dies gelingt, ist es ein Grund zur Freude und ein Gewinn für eine positive Entwicklung unsere Stadt“.
Ähnlich wie bei der damaligen Gründung des Technologie Centrums Westbayern (TCW) in Nördlingen hätten sich Landkreis und Stadt während einer fünfjährigen Anschubphase von 2019 bis 2024 finanziell zu beteiligen. Konkret wären Miete und Betriebskosten in diesem Zeitraum jeweils zur Hälfte zu tragen. Der Donauwörther Stadtrat hat das Projekt zum jetzigen Stand klar begrüßt. Die Gremien sowohl der Stadt als auch des Landkreises werden sich nun mit den weiteren Details befassen. Als Fördervolumen der Bayerischen Staatsregierung im Zeitraum der Anschubfinanzierung sind rund sechs Millionen Euro vorgesehen.
Im nächsten und entscheidenden Schritt ist jetzt der Bayerische Landtag am Zug. Die Mittel, die im kommenden Doppelhaushalt 2019/20 bereits angemeldet sind, müssen bewilligt werden, damit dann der Startschuss definitiv fallen kann. MdL Wolfgang Fackler: „Das Projekt geht jetzt in den Haushaltsausschuss und ich werde selbstverständlich dafür werben. Ich bin zuversichtlich: Das Projekt ist hervorragend, klasse Vorarbeiten vor Ort sind gemacht“.

Foto: Stadt Donauwörth / A. Moser
Im Bild von links nach rechts:
- Prof. Dominik Merli, Hochschule Augsburg
- MdL Wolfgang Fackler
- Oberbürgermeister Armin Neudert
- Prof. Gordon Rohrmaier, Präsident der Hochschule Augsburg
- Landrat Stefan Rößle
- Prof. Björn Häckel, Hochschule Augsburg

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