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Letzter Bauausschuss vor der Sommerpause: Grünes Licht für zahlreiche Projekte

(27.7.2018) In seiner letzten öffentlichen Sitzung vor der Sommerpause hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Donauwörth für etliche Projekte die Weichen für die Umsetzung gestellt. Auf der gut gefüllten Tagesordnung standen vor allem Verkehrs-Themen und Vorhaben des Hochbaus, die nach den gestrigen, einstimmigen Ergebnissen des Ausschusses nun vorangetrieben werden können.

Für eine Sanierung der Geh- und Radwege in der Promenade, durch eine Erneuerung der Asphaltschichten, wurde die Vergabe in die Wege geleitet. Die Maßnahme kann damit im Herbst durchgeführt werden. 90.000 Euro sind bereitgestellt, um Risse, Unebenheiten und Schlaglöcher auf diesen Wegen zu beseitigen.

Grünes Licht gab der Ausschuss auch für die Erneuerung des Brunnens in Bereich der „Neuen Mitte Parkstadt“. Da dieser Platz fertiggestellt ist, kann jetzt die Technik erneuert werden, die defekt ist und deswegen einen geregelten Betrieb der Anlage derzeit nicht ermöglicht. Für rund 45.000 Euro ist gestern der Auftrag für die Überarbeitung der Anlage vergeben worden. Die Stadt kommt damit dem Wunsch vieler Parkstädter Bürgerinnen und Bürger nach, diesen Brunner wieder zu aktivieren.

Vorgestellt wurden im Ausschuss des Weiteren die Planungen für eine Neugestaltung der Bushaltestelle am Gymnasium. Diese sieht an der zum Gymnasium gelegenen Seite der Berger Allee Busbuchten vor: Für Busse stadtauswärts auf Höhe der Adalbert-Stifter-Straße und mit Überholmöglichkeiten, in Richtung stadteinwärts auf Höhe der Pyrkstockstraße. Entsprechende Ampelanlagen sollen den Verkehrsfluss regeln, eine Querung für Fußgänger über die Berger Allee ist ebenso vorgesehen, wie ein barrierefreier Zugang. Die Planungen sind mit der Schulleitung des Gymnasiums, der Polizeiinspektion Donauwörth, dem Landratsamt Donau-Ries, dem Arbeitskreis ÖPNV der Stadt Donauwörth, dem Ordnungsamt und dem Sachgebiet Tiefbau der Stadt Donauwörth abgestimmt. Die Gesamtkosten sind mit gut 1 Million Euro veranschlagt. Der Umbau wird von der Regierung von Schwaben gefördert. Der Förderungsantrag wird bis Ende September eingereicht, damit die Maßnahme 2019 beginnen kann. Im Ergebnis soll die An- und Abfahrt der Busse am Gymnasium verbessert werden, auch hinsichtlich des Verkehrsflusses und einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler.
Der Ausschuss beschäftigte sich auch intensiv mit der Situation von Verkehr und Parken im Bereich der Neudegger Allee und der Neudegger Siedlung. Ein vom gKU beantragter und genehmigter neuer Parkplatz, im hinteren Bereich der Allee, hinter der Onkologie, ist in der Realisierungsphase. Diesen Parkplatz sieht das gKU ausschließlich für Mitarbeiter vor. In einem zwischenzeitlich stattgefundenen Abstimmungsgespräch mit dem gKU konnte erreicht werden, dass die Zufahrt zu diesem Parkplatz über die Haupteinfahrt des Klinikums erfolgt und zudem versucht wird, die öffentlichen Parkplätze im Bereich Onkologie bzw. Mund-, Kiefer-Gesichtschirurgie durch einen Tausch mit Mitarbeiterparkplätzen in den Bereich des öffentlichen Parkdecks zu verlegen. Zudem ist die Einführung eines Parkleitsystems geplant, um Besucher des gKU gezielt über die Hauptzufahrt auf den Besucherparkplatz zu leiten.
Aufgrund der Gesamtsituation war von Stadt, Landratsamt und gKU eine Untersuchung von Verkehr und Parken im Zusammenhang mit der Donau-Ries Klinik in Auftrag gegeben worden. Diese liegt nun vor und wurde gestern (26.7.28) dem Ausschuss vom beauftragten Büro vorgestellt. Die Studie belegt einen Mangel an Parkmöglichkeiten für Besucher des Klinikums und sieht vor, weitere Parkmöglichkeiten im vorderen Bereich der Allee zu schaffen. Ob und wo solche neuen Möglichkeiten geschaffen werden können, wird in den Fraktionen und Gruppen erörtert und im weiteren Verlauf diskutiert werden. Der Ausschuss wünscht die Betrachtung verschiedener möglicher Alternativen. Eine Verbesserung der derzeitigen Verkehrsverhältnisse durch ein Parkleitsystem, auch um Suchverkehr zu reduzieren, sowie eine Führung des gesamten Klinik-Verkehrs über die bestehende Hauptzufahrt, wurde vom Ausschuss einhellig begrüßt.

Für ein größeres und wichtiges Bauprojekt in Auchsesheim gab es ebenfalls einhellige Zustimmung: Dem Ausschuss wurden die Planungen für ein neues Feuerwehrhaus vorgestellt und daraufhin beschlossen, auf dieser Basis den Bau voranzutreiben.
Gebaut werden soll auch am Friedhof Donauwörth: Dringend benötigt wird eine neue Betriebshalle für Material und Geräte der Friedhofsverwaltung, den Besucherinnen und Besuchern des Friedhofs sollen dort künftig öffentliche, behindertengerechte Toiletten zur Verfügung stehen. Der Ausschuss begrüßte die Planungen und gab auch dafür grünes Licht.
Auf der Tagesordnung stand zudem ein Projekt, dass gleichermaßen den Schutz von Bienen und Insekten und die Verschönerung von Grünflächen zum Ziel hat: In der Promenade soll im Bereich des Brabanter Weges beim Käthe-Kruse-Museum eine dauerhafte Blühfläche angelegt werden. Durch unterschiedliche Blühbereiche und die Pflanzung von Blumenzwiebeln werden Bienen und andere blütenbesuchende Insekten ein Nahrungsangebot bereits ab der Frühlingsblütezeit im März vorfinden. Das handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Imkerverein Donauwörth, der sich im Rahmen des Projektes „Bayern blüht 2018“ des Landesverbandes Bayerischer Imker e.V. personell und finanziell beteiligt. Der Ausschuss begrüßte einhellig die von der Stadtgärtnerei vorgestellten Pläne. Im Bereich neben der Freilichtbühne bleibt die Rasenfläche erhalten. Damit kann nun der erste Schritt erfolgen: Bereits Anfang August werden die bestehenden Rasenflächen umgearbeitet. Daraufhin erfolgt im Abstand von 2 bis 3 Wochen ein mehrmaliges Wiederholen der Bodenbearbeitung, um den Grasbestand und wieder keimende Gras-Kräutersamen vertrocknen zu lassen. Diese wiederholte Bodenbearbeitung stellt die Alternative zum Einsatz von Herbiziden dar, die nicht verwendet werden. Optisch wird sich der bearbeitete Bereich dadurch in den kommenden Monaten nicht als Rasenfläche, sondern als umgepflügter Bereich zeigen.
Nach Einholung von Angeboten erfolgt dann im Oktober 2018 die Blumenzwiebelpflanzung sowie die Ansaat ein- und mehrjähriger heimischer Kräuter. Passanten werden durch eine vor Ort angebrachte Info-Tafel über die Maßnahme und ihr Ziel informiert.

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