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Ideenvielfalt am Jugendforum - jetzt beginnt die Online-Phase

„Hätten wir heute Abend nicht noch was vor, so könnten wir gleich an die Umsetzung gehen!“, so das erste Fazit bei der Präsentation der zahlreichen Ideen aus dem vierten Donauwörther Jugendforum. Rund 30 Jugendliche waren der Einladung der Stadt am vergangenen Freitag, 28.4., gefolgt, haben ihre Ideen für Donauwörth gemeinsam diskutiert und gesammelt. Oberbürgermeister Armin Neudert begrüßte zu Beginn die Jugendlichen sowie als Gäste eine ganze Reihe von Stadtratsvertretern.
Auch dankte er den Organisatoren, insbesondere Stadtjugendpflegerin Daniela Benkert und Jugendreferent Thomas Krepkowski, für ihren Einsatz in der Organisation und der Weiterbegleitung des Jugendforums. „Es ist wichtig, Demokratie, Mitbestimmung und Beteiligungsformen vor Ort zu erleben. Ich möchte alle ermutigen, einen solchen Weg zu gehen – gerade auch junge Menschen“, so Neudert, der anschließend die Jugendlichen einlud, heute ein Stück Stadt selbst zu gestalten.
Stadtjugendpflegerin Daniela Benkert, zeigte im Anschluss an konkreten Projekten auf, welche Ideen in der Vergangenheit bereits umgesetzt wurden: Unter anderem ein zweites Beachvolleyballfeld am Baggersee oder der Stand für Jugendliche am Donauwörther Weihnachtsmarkt. Und auch die Wiederbelebung des JuZe Donauwörth hat ihren Ursprung in einem der Jugendforen. So machte Benkert verständlich, wie Jugendbeteiligung konkret aussehen kann. Für eine projektorientierte Form hatten sich die Jugendlichen beim ersten Forum vor vier Jahren entschieden. Und so soll es auch dieses Jahr nicht nur an die Ideensuche, sondern auch an ihre Umsetzung gehen. Die Kriterien hierfür machten die Moderatoren transparent: unter anderem müssen die Vorschläge gemeinnützig, realistisch und für jeden zugänglich sein sowie einen Bezug zu Donauwörth haben. Der Kostenrahmen: 2000 Euro – hierfür hat der Stadtrat zwei Projekten die Finanzierung zugesagt. „Aber auch andere Ideen fallen nicht unter den Tisch – die bleiben bei mir und ich bleib dran“, versprach Stadtjugendpflegerin Daniela Benkert.
Verteilt in Gruppen an vier Tischen diskutierten jetzt die Jugendlichen, was sie sich in und für Donauwörth wünschen. Moderatoren an jedem Tisch stießen die Ideensuche mit an, doch schnell füllten sich die weißen Papiertischdecken zum Beschreiben mit zahlreichen Vorschlägen. Eine Beachparty am Baggersee – oder doch besser im Freibad? Die Frage bleibt noch offen, aber eine Party mit DJ und Cocktailbar wäre toll. Veranstaltungstipps gebündelter kommunizieren – vielleicht mit einer App? Könnte am Kostenrahmen scheitern, doch die Idee kommt mit auf die Tischtuch-Sammlung, die zunehmend voller und bunter wird. Nach 20 Minuten eine Pause und die Gelegenheit, mit Stadträten ins Gespräch zu kommen, ein Gruppenbild mit dem Oberbürgermeister zu schießen, oder von sich und der eigenen Motivation zu erzählen: „Wir wurden von der Stadt angeschrieben und eingeladen. Da dachten wir uns, das schaun wir uns an“, meint eine Gruppe junger Teilnehmerinnen. Einige Ideen hätten sie mitgebracht, „andere sind uns gerade gemeinsam eingefallen“.
Dann ein Gong und es beginnt die zweite Runde, mit neu gemischten Gruppen an jeweils anderen Tischen. Hier werden die Ideen, die dort schon zu Papier gebracht wurden, weitergesponnen und so entstehen auch wieder neue. Am Ende dieser zweiten Runde wird es spannend: Die Sammelphase ist beendet - welche Vorschläge sind heute Abend, in ein, zwei Stunden entstanden?

Eines zeigt sich rasch: Sport und Veranstaltungen sind ein Schwerpunkt. Fitnessgeräte am Stauferpark, ein Laufparcours und dazu die Gelegenheit, sich zu treffen. Oder Sportgeräte aus einem Automaten, der auf Wunsch zum Beispiel Tischtennisball und – schläger ausspuckt. Ein Tanzabend – aber Gesellschaftstanz. Ein Treffpunkt für Musiker, die noch auf Bandsuche sind und die Gelegenheit zum Auftritt dazu! Die Liste ist lang – und vielfältig!
Gleich im Anschluss beginnt die online-Phase, erläutert und am Beamer erklärt von Jugendreferent Thomas Krepkowski, der im Vorfeld die Technik auf die Donauwörther Jugendbeteiligung abstimmte. Denn genutzt wird hierfür eine Plattform des Bayerischen Jugendrings zur Online-Jugendbeteiligung. Donauwörth ist eine von sieben Kommunen, die gleichsam als Pioniere an dem Modellprojekt teilnehmen. Auf der Seite www.jugendbeteiligung.bayern/donauwoerth sind auch alle Kriterien für die Projekte, die schlussendlich ins Voting kommen können, aufgeführt. Die Seite ist jetzt freigeschaltet, alle Ideen vom Jugendforum stellen die Organisatoren in den kommenden Tagen ein. Bis 21. Mai können junge Bürger von 14 bis 27 Jahren weitere Vorschläge dort direkt selbst posten. Die den Kriterien entsprechenden Projekte kommen anschließend in die Voting Phase, die von 26.5. bis 5.6. läuft. Hier entscheiden ebenfalls die Jugendlichen und wählen ihre beiden Favoriten. Diese werden am 6. Juni vorgestellt, unter anderem auf der Homepage www.kjr-donau-ries.de/Stadtjugendpflege, und anschließend von den Jugendlichen umgesetzt. Stadtjugendpflegerin Daniela Benkert unterstützt sie dabei und steht dafür schon in den Startlöchern: „Es gibt wahnsinnig viele coole Ideen, ich bin begeistert und freu mich, wenn wir´s anpacken und uns an die Details machen.“

Foto: Stadt Donauwörth / Marissa Hey

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