Große Kreisstadt Donauwörth - barrierefreie Version

Wappen Donauwörth
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Stadtrat beschließt Ruheforst im Stadtwald

Im Donauwörther Stadtwald wird ein Ruheforst entstehen, in dem die Beisetzung von Urnen an ausgewählten Ruheräumen unter Bäumen stattfinden kann. Mit sehr großer Mehrheit hat der Stadtrat den dafür notwendigen Bebauungsplan in seiner öffentlichen Sitzung am 17.11.16 genehmigt.
Geplant ist der Ruhewald einschließlich eines drei Meter breiten Mulch-Streifens zur Abgrenzung sowie eines Parkplatzes mit rund 35 Stellplätzen für Besucher auf insgesamt rund 5,5 Hektar in der Waldabteilung „Stiegelschlag“ direkt hinter dem Wildgatter in der Parkstadt. An 50 bis 70 Bäumen pro Hektar sollen jeweils rund zwölf Urnenplätze zur Verfügung stehen, kreisförmig in einem Abstand von etwa zwei Metern um den Baum. Die Bäume werden dabei in ihrer Erscheinung nicht verändert, sondern in der Regel mit einer kleinen nummerierten Marke versehen, damit Angehörige, Trauergäste und Besucher den jeweiligen Ruheplatz aufsuchen können. Grundsätzlich bleibt das Gelände des Ruheforstes ein naturbelassener Wald. Es findet dort keine forstliche Bewirtschaftung mehr statt, lediglich eine Pflege des Baumbestandes soll die verkehrssichere Begehbarkeit und Erreichbarkeit der Ruhestätten sichern.
Der Bebauungsplan für das Projekt sieht auf dem Gelände zudem einen circa 250 Meter langen, barrierefreien Fußweg vor, um Angehörigen, Trauergästen und Waldbesuchern das Aufsuchen der Ruhestätten zu ermöglichen. Etwa in der Mitte des Plangebiets soll ein Andachtsplatz für Trauerfeiern angelegt werden. Dieser wird mit Holzbänken und einem christlichen Symbol versehen werden.
Die Einrichtung eines Ruheforstes durch die Stadt Donauwörth geschieht aus dem Grundgedanken eines christlichen Waldfriedhofes heraus, der dem respektvollen und würdigen Umgang mit den Themen Trauer, Gedenken und Hoffnung Rechnung trägt.
Die Besucherzeiten des Ruheforsts sollen in einer eigenen Friedhofssatzung festgelegt werden. Der Bebauungsplan wird voraussichtlich noch im Dezember erstmals öffentlich ausgelegt.

« zurück